Kämpfe von Rebellen Uno-Stützpunkt in Zentralafrikanischer Republik beschossen

In der Zentralafrikanischen Republik sind 12.500 Uno-Soldaten stationiert. In einem Stützpunkt der Blauhelme schlugen Geschosse ein, Opfer gab es offenbar nicht.

Uno-Soldaten aus Ruanda in Bangui (Archivbild von Februar 2016)
AP

Uno-Soldaten aus Ruanda in Bangui (Archivbild von Februar 2016)


Bei einem Gefecht zwischen verfeindeten Milizen in der Zentralafrikanischen Republik ist ein Stützpunkt der Uno-Friedensmission Minusca unter Beschuss geraten. Einige Angreifer seien durch Schüsse der Friedenstruppe zurückgedrängt worden, teilte die Uno-Mission mit.

Demnach war es am Montag zu einem Schusswechsel zwischen verfeindeten Splittergruppen der ehemaligen muslimischen Rebellenkoalition Séléka gekommen. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Nach Angaben der Uno-Mission waren in die Gefechte in der Stadt Bria Rebellen der Volksfront für die Erneuerung der Zentralafrikanischen Republik (FPRC) sowie der Friedensunion in Zentralafrika (UPC) verwickelt. Bria liegt rund 400 Kilometer nordöstlich von Bangui, der Hauptstadt des Landes.

"Der Minusca-Stützpunkt wurde von Einheiten der FPRC beschossen, diese wurden durch Gegenfeuer wieder aus dem Gebiet vertrieben", hieß es in einer Stellungnahme der Uno-Mission.

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land war im Chaos versunken, als überwiegend muslimische Séléka-Rebellen 2013 nach dem Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé die Macht übernommen hatten. Bei Massakern konkurrierender Milizen wurden Tausende Menschen getötet, Hunderttausende weitere wurden in die Flucht getrieben.

Trotz eines fast drei Jahre währenden französischen Militäreinsatzes, den Paris im Oktober beendete, und der Präsenz von etwa 12.500 Uno-Soldaten ist ein Großteil des Landes weiter unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen.

cte/AFP



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