Urlauber in Panik Bombenanschläge an der Costa del Sol

Angst in den Ferienorten an der spanischen Costa del Sol. Die baskische Terrororganisation Eta ließ an zwei Orten Bomben explodieren. Verletzt wurde niemand.


Madrid - An der südspanischen Mittelmeerküste nahe Malaga sind zwei Bomben explodiert, die von der baskischen Untergrundorganisation Eta gelegt worden sein sollen. Die erste Detonation habe sich am Sonntag gegen 13 Uhr am Strand von Gualdalmar ereignet, ohne Schäden zu verursachen, sagte eine Sprecherin der örtlichen Behörden. Ein zweiter Sprengsatz sei gegen 15 Uhr im Hafen von Benalmadena explodiert. Beide Bomben waren nach Angaben der Behörden nur von schwacher Sprengkraft. Radioberichten zufolge entdeckte die Polizei rechtzeitig eine dritte Bombe nahe einer Straße zwischen dem Touristenort Torremolinos und Malaga, bevor sie explodieren konnte.

Nach Angaben des spanischen Radiosenders Cadena Ser wurden Tausende Touristen in der Urlaubsregion vor den Explosionen in Sicherheit gebracht. Die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete zudem, die Straße zwischen Torremolinos und Malaga sei gesperrt worden. Vor den Detonationen habe es eine Warnung im Namen der Eta gegeben, teilten die Behörden mit.

Es handelt sich bereits um die zweite Anschlagsserie gegen Urlauber in Andalusien binnen drei Wochen. Am 28. Juli war eine kleine Bombe am Strand von Torremolinos explodiert, ohne jedoch Menschen zu verletzen. Die Anschläge wurden der baskischen Untergrundorganisation Eta zugeschrieben, die sich bislang aber noch nicht dazu bekannte.

Seit fast 40 Jahren kämpft die Eta gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die Eta als Terrororganisation.

als/AFP



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