Künftige EU-Kommission Von der Leyen erreicht wohl Frauenziel

Die künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eine paritätische Besetzung der Führungspositionen ihrer Behörde versprochen. Dies wird sie nach SPIEGEL-Informationen mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen.

Ursula von der Leyen im EU-Parlament
PATRICK SEEGER/ EPA-EFE/ REX

Ursula von der Leyen im EU-Parlament


Die neue EU-Kommission wird offenbar erstmals zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen. "Wir werden einige sehr starke Frauen in der nächsten Kommission haben, die auch wichtige wirtschaftsnahe Portfolios besetzen", sagte die künftige Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem SPIEGEL. Nach derzeitigem Stand sollen inklusive von der Leyen mindestens zwölf der 27 künftigen EU-Kommissare Frauen sein.

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Offen ist noch, ob die Vertreterin aus Rumänien zum Zug kommt und wen Italien nominiert. So könnte die Zahl der Frauen auf 13 oder sogar 14 steigen. Von der Leyen hatte in ihrer Bewerbungsrede vor dem EU-Parlament eine paritätisch besetzte Kommission versprochen.

Allerdings hatte es lange so ausgesehen, als würde sie ihr Ziel deutlich verfehlen. So hatten zunächst nur wenige Mitgliedstaaten von der Leyens Bitte entsprochen, jeweils einen Mann und eine Frau zur Auswahl zu stellen.

Neben von der Leyen zählen die künftige Vizepräsidentin Margrethe Vestager, die Französin Sylvie Goulard und die ehemalige finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen zum Personaltableau. Auch Bulgarien, Estland, Kroatien, Malta, Portugal, Tschechien, Schweden und Zypern nominierten Frauen.

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mp



insgesamt 2 Beiträge
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ulrich-lr. 31.08.2019
1. Paritätisch
Wenn man der EU schon vorwirft, intransparent und undemokratisch zu sein, dann bleibt aber doch die Quote! Die Quote stimmt. Da vergessen wir doch glatt die Spitzenkandidaten und ähnliche Versprechen. Und ärgern uns auch nicht mehr über die Kungelei hinter verschlossenen Türen und Demokratiedefizite. Denn Kungelei mit eingehaltener Quote - das ist Fortschritt. Das ist vielleicht die Zukunft überhaupt.
zippo2012 31.08.2019
2. Quote statt Kompetenz
Nach den Kindergärten in Bundeswehrkasernen kommen jetzt erstmal Kindergärten für Brüssel dran.
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