Künftige Kommissionspräsidentin Von der Leyen will EU-Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmazedonien

Erste Signale der gewählten Kommissionschefin: Ursula von der Leyen spricht sich für rasche EU-Beitrittsverhandlungen mit den beiden Westbalkanländern aus. "Wir sollten unsere Hand ausgestreckt halten", sagte sie dem SPIEGEL.

Die designierte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen
Patrick Seeger/EPA-EFE/REX

Die designierte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen


Die am Dienstag vom Europaparlament gewählte künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen befürwortet eine schnelle Beitrittsperspektive Albaniens und Nordmazedoniens. Dem SPIEGEL sagte sie: "Wir sollten mit den Ländern die Beitrittsverhandlungen eröffnen, sobald der Europäische Rat zum Schluss kommt, dass die Kriterien erfüllt sind." Im Europäischen Rat versammeln sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder.

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Von der Leyen sagte dem SPIEGEL: "Wir sollten unsere Hand gegenüber diesen Staaten ausgestreckt halten. Wir teilen den gleichen Kontinent, die gleiche Geschichte, wir sind Nachbarn. Wenn wir dieser Region die Tür zuschlagen, schaden wir uns nur selbst."

Die EU hat einigen Ländern des Westbalkans eine Beitrittsperspektive für das Jahr 2025 angeboten, den für 2019 in Aussicht gestellten Start von Verhandlungen im Fall Nordmazedoniens und Albaniens aber zuletzt erneut verschoben.

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insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
tpfeiffe 19.07.2019
1. Aus Fehlern lernen?
Noch nicht im Amt und schon den ersten fundamentalen Fehler begehen, die weitere Balkanisierung der EU propagieren?! Wie die letzten Jahre bereits gezeigt haben, war der Beitritt der oekonomisch, sozial und kulturell wenig kompatiblen Laender wie Rumaenien, Bulgarien, Ungarn etc vorschnell, ein Fehler und sehr negativ fuer die Entwicklung und den Zusammenhalt der Kern-EU und troztdem scheint von der Leyen nichts daraus gelernt zu haben und dies in fataler Weise zu ignorieren...
Ishibashi 19.07.2019
2. Nordmazedonien
ist so winzig, gerade mal 2 Millionen Einwohner. Das ist doch komplett irrelevant ob die noch dazu kommen oder nicht. Sinnvoller wäre eher mal zu überlegen wie wir ein halbwegs normales Verältnis zu Großbrittanien hinbekommen nach dem Brexit. Immerhin wird das ein wirtschaftliches Schwergewicht bleiben.
orca20095 19.07.2019
3. Falsche Strategie,
zuerst müssen wir die EU konsolidieren, die drängenden Probleme lösen und dann kann man über Erweiterung nachdenken. Es macht gegenwärtig überhaupt keinen Sinn, neuen Nettoempfängern eine Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen. Frau von der Leyen hat noch mehr als Dublin nicht verstanden.
holy64 19.07.2019
4. Die gleichen Fehler wie
mit Bulgarien und Rumänien machen? Zunächst muss die EU mal reformiert werden. Die Ostländer mal eingefangen werden und der Brexit abgewickelt werden.
Bembel137 19.07.2019
5. Hat ja in der jüngsten Vergangenheit auch schon gut geklappt
... genau Rumänien, Bulgarien und Ungarn sind ja auch echte Erfolgsgeschichten ... ich finde wir sollten auf jeden Fall die Türkei, Serbien und auch Mazedonien (oder wie immer das jetzt PC heißt) dazu holen. Ich kann mich erinern, dass ein Argument für Berlin als Hauptstadt war, dass die Regierenden dann näher am Volk sind, als im kleinen Bonn. Man das hat ja mal so was von geklappt! Es gibt meiner Ansicht nach genau noch 2 Länder, die baw Mitglied der EU werden können: die Schweiz und Norwegen! Wenn die wollen, jederzeit ... und falls es sich wider Erwarten die Engländer doch noch anders überlgen, die auch. Und das war es dann auf absehbare Zeit. Die haben echt all den Schuß nicht gehört!
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