Urteil in Burma Suu Kyi bangt um ihre Freilassung

In zwei Tagen läuft der Hausarrest der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ab. Erst jetzt entschied ein Gericht über ihre Berufung gegen das  Ausgangsverbot - und lehnte den Einspruch in letzter Instanz ab. Nun bangen Anhänger der Friedensnobelpreisträgerin, ob diese freikommt. 

Proteste für Suu Kyis Freilassung: Berufung gescheitert
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Proteste für Suu Kyis Freilassung: Berufung gescheitert


Rangun - Seit sieben Jahren steht Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Burma unter Hausarrest. Vor Gerichten kämpft sie seit langem dagegen an. Nun ist sie in letzter Instanz mit einer Berufung gescheitert - nur zwei Tage vor dem regulären Ablauf ihres jüngsten Hauarrests wies das Oberste Gericht Burmas den Antrag ab, verlautete aus Regierungskreisen.

Nun sind Beobachter gespannt, was das für Suu Kyi bedeutet. Laut einem Regierungsbeamten könnte ihr die Ablehnung ihres Antrags sogar nützen. "Damit wird ihre Freilassung an diesem Samstag wahrscheinlicher", sagte er. Hätte das Gericht den Antrag angenommen, so die Begründung, hätte sich der Prozess über Wochen hingezogen und sie wäre vorerst nicht freigelassen worden.

Doch Beobachter sind nicht sicher, ob Suu Kyi am Wochenende tatsächlich frei kommtoder ob die Militärregierung ein neues Verfahren gegen sie anstrengt. Suu Kyis Anhänger hoffen, dass die Militärjunta die Oppositionsheldin freilassen könnte, um die Kritik an den gerade abgehaltenen Wahlenzu zerstreuen. Trotz ihrer Gefangenschaft ist Suu Kyi in Burma immer noch sehr populär. 1990 war sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Am 13. November läuft der Hausarrest der Dissidentin eigentlich ab. Sie hat dann gut sieben Jahre ununterbrochen in ihrem Haus in Rangun verbracht. Kurz bevor sie im vergangenen Jahr eigentlich hätte freigelassen werden müssen, wurde die Strafe unter fadenscheinigen Gründen verlängert. Suu Kyi hat von den vergangenen 21 Jahren nur sechs in Freiheit verbracht.

mmq/dpa/dapd

insgesamt 3 Beiträge
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vantast64 11.11.2010
1. Die Militärs sind keine Männer
All diese Leute fürchten sich vor einer schönen und intelligenten Frau und können sich nur mit Gewalt helfen. Was für eine ärmliche und impotente Regierung!
elbröwer 11.11.2010
2. Mörderbande
Die Welt schaut hilflos zu wie diese kranken Miltärs ihre Macht gegen die Frau ausspielen. Diese Spezialisten in der Jagd auf Zivilisten und Mönche werden von China gedeckt, dem wir uns zu Füßen werfen damit der Handel intensiviert wird.
egils 11.11.2010
3. Die Liste...
...der Schande fuer die Weltgemeinschaft wird laenger und laenger... -Afghanistan -Somalia -Sudan -China -Burma/Myanmar -Ruanda -ex-Yugoslawien -Saudi-Arabien -Nordkorea -Zimbabwe ... Tja, nur geld und Wirtaschaft zaehlen und manchmal blanke Machtgelueste. Aber menschlioch/sozial sind keine Entscheidungen mehr begruendet. man sollte alle Staaten auflösen und ehrlicherweise gleich die Wirtschaftsgiganten die Welt 2regieren" oder besser gesagt verwalten lasssen. Waere zumindest ehrlich. ich schaeme mich fuer meine Regierung, geschaefte mit Laendern wie den o.g. zu machen und diese aich als legitime und gleichbeechtigte partner anzusehen anstelle diese zu ignorieren und eine Anerkennung abzuerkennen. ichw eiss, dass ists ehr naiv und unrealistisch, aber dafeur ist so ein Forum ja gut, man kann sich den frust von der Seele schreiben:-)
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