US-Armee in Afghanistan Milde Strafe für Misshandlung von Gefangenen

Ein amerikanischer Soldat ist wegen der Misshandlung eines Gefangenen in Afghanistan von einem Militärgericht im texanischen Fort Bliss zu fünf Monaten Haft verurteilt worden. Feldwebel Joshua Claus wird zudem unehrenhaft aus den Streitkräften entlassen.


Fort Bliss - Er war der sechste US-Soldat, der nach dem Tod zweier Häftlinge auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram Ende 2002 wegen Gewaltanwendung verurteilt worden ist. Claus bekannte sich schuldig, einem Gefangenen Wasser in die Kehle geschüttet und dem Mann eine Kapuze übergestreift zu haben.

Außerdem habe er einen Häftling gezwungen, sich auf dem Boden zu wälzen und ihm und einem anderen Soldaten die Stiefel zu küssen. "Es war sehr erniedrigend", sagte Claus. "Ich sagte ihm, dass er weniger wert sei als Dreck." Der Soldat, der die Häftlinge verhören sollte, gab Frustration während der Befragungen als Motiv an.

Direkt für den Tod der Gefangenen wurde bislang noch niemand zur Verantwortung gezogen.



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