US-Außenminister Powell erwartet von Deutschen mehr Engagement für Irak

Dass Deutschland und Frankreich keine Truppen in den Irak schicken, haben die USA nach Auskunft von US-Außenminister Colin Powell mittlerweile akzeptiert. Aber ein bisschen mehr Hilfe für den Wiederaufbau wünscht er sich schon.

Hamburg - Der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) sagte Powell, er erwarte nicht, dass beide Länder ihren Kurs ändern und Truppen stellen. "Sie helfen auf andere Weise", wurde der Minister zitiert. Powell forderte die Bundesregierung auf, ihr politisches Engagement im Irak zu verstärken. Auf die Frage, welche zusätzlichen deutschen Leistungen sich seine Regierung erhoffe, sagte er der Zeitung: "Jeder zusätzliche finanzielle Beitrag, Unterstützungserklärungen für die irakische Regierung, Bemühungen, dass die Nato-Mission im Irak so schnell wie möglich in Gang kommt, Unterstützung dieser Nato-Mission, politische Unterstützung für die Wahlen - alle diese Dinge wären hilfreich."

Powell betonte in dem Interview, dass er keine Kehrtwende in der Außenpolitik von Präsident George W. Bush erwarte. "Der Präsident wird nicht an der Stellschraube drehen oder sich zurücknehmen", sagte der Minister der Zeitung.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.