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28. Januar 2010, 10:38 Uhr

US-Außenministerin

Hillary Clinton freut sich auf den Ruhestand

Hillary Clinton stehe für eine neue Ära der US-Diplomatie, schwärmen Parteifreunde. Doch die Außenministerin hat offenbar keine Lust auf eine lange Amtszeit. Sollte Präsident Obama wiedergewählt werden, will sie nicht vier weitere Jahre im Kabinett sitzen - sie möchte lieber lesen und schreiben.

Washington - "Mein Mann ist nicht der Außenminister, ich bin es." Ziemlich brüsk bürstete US-Politikerin Hillary Clinton vergangenes Jahr die Frage eines Studenten im Kongo ab. Clinton verlor zwar 2008 das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gegen Barack Obama. Doch sie gewann einen Platz an seinem Kabinettstisch.

Sollte der Präsident wiedergewählt werden, steht Clinton aber nicht für eine volle zweite Amtszeit zur Verfügung. Der Posten der Außenministerin sei "ein Rund-um-die-Uhr-Job und ich wäre sehr glücklich, ihn zu einem gewissen Zeitpunkt an jemand anderen abzugeben", sagte Clinton am Mittwoch in einer Fernseh-Talkshow. Es gebe so viele Dinge, die sie interessierten, sagte die frühere First Lady und Senatorin: sie wolle auf absehbare Zeit zurück ins Privatleben, lesen, schreiben und vielleicht unterrichten.

"Und vielleicht will ich ein bisschen reisen, aber auf eine andere Art und Weise als jetzt, wenn ein paar hundert Menschen mitkommen", sagte Clinton in Anspielung auf ihre zahlreichen Auslandsreisen als Ministerin. Zugleich bekräftigte sie, sie werde nicht noch einmal als Präsidentschaftskandidatin antreten.

kgp/AFP

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