Bericht des Außenministeriums USA prangern Iran als Terror-Unterstützer an

Al-Qaida ist geschwächt, Iran verstärkt seine Unterstützung des Terrorismus noch weiter - das sind die Hauptpunkte im Jahresbericht des US-Außenministeriums zum weltweiten Terror. Mit besonderer Sorge blickt Washington auf Nordafrika.

Anschlag auf Israelis in Burgas: Die USA machen Iran verantwortlich
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Anschlag auf Israelis in Burgas: Die USA machen Iran verantwortlich


Washington/Hamburg - Das US-Außenministerium erhebt schwere Vorwürfe gegen Teheran. Iran sei der weltweit größte Terror-Unterstützer, heißt es in dem am Donnerstagabend vorgelegten Jahresbericht zum Terror in der Welt.

"Irans staatliche Förderung von Terrorismus und der terroristischen Aktivitäten der Hisbollah hat eine Geschwindigkeit erreicht, die es seit den neunziger Jahren nicht mehr gegeben hat, mit Anschlagskomplotten in Südostasien, Europa und Afrika", heißt es in dem Bericht.

Washington verweist darin unter anderem auf den Anschlag gegen israelische Touristen in Bulgarien im Juli 2012, für den die Behörden in Sofia Iran verantwortlich machen. Im März dieses Jahres wurde ein Hisbollah-Mitglied in Zypern schuldig gesprochen, das israelische Touristen auf der Ferieninsel ausspioniert haben soll. Die iranischen Revolutionswächter seien zudem verdächtig, im vergangenen Jahr Terroranschläge in Georgien, Indien, Thailand und Kenia geplant zu haben.

Die Terror-Vorwürfe gegen Teheran häufen sich: Erst am Donnerstag verurteilte ein Gericht in Washington einen US-Iraner zu 25 Jahren Haft, der im Auftrag des iranischen Regimes die Ermordung des saudi-arabischen Botschafters in den Vereinigten Staaten geplant haben soll. Am Mittwoch präsentierte ein argentinischer Staatsanwalt eine 502 Seiten dicke Anklageschrift, in der er hochrangigen iranischen Regierungsvertretern den Aufbau eines Terrornetzwerks in Südamerika vorwirft, das seit Anfang der neunziger Jahre für zahlreiche Anschläge verantwortlich gewesen sein soll.

USA sehen Fortschritte in Jemen und Somalia

Dagegen sehen die USA ihren Staatsfeind al-Qaida geschwächt. Dutzende hochrangige Kommandeure des Terrornetzwerks im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet seien ausgeschaltet worden. Auch im Jemen und in Somalia seien die Qaida-Ableger in die Defensive geraten. Die Geldströme innerhalb des Netzwerks seien vielfach unterbrochen worden, weshalb Qaida-Anhänger zunehmend darauf angewiesen seien, Geiseln zu nehmen um Lösegelder zu erpressen.

Mit Sorge blickt das State Department auf die Entwicklung in Nordafrika. "Das Sicherheitsvakuum nach Gaddafis Sturz in Libyen hat den Terroristen neue Möglichkeiten eröffnet", analysiert das Außenministerium. Viele Waffen seien nach Mali und in die Hände von Tuareg-Rebellen gelangt.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung reichten bis nach Nigeria. Dort habe die Terrorgruppe Boko Haram an Bedeutung gewonnen.

Dennoch ereignete sich mehr als die Hälfte aller Terroranschläge im Jahr 2012 in drei Staaten: Pakistan, Irak und Afghanistan.

syd/dpa

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bwl-spaten 31.05.2013
1. xxx
Zitat von sysopDPAAl-Qaida ist geschwächt, Iran baut seine Unterstützung des internationalen Terrorismus weiter aus - das sind die Hauptpunkte im Jahresbericht des US-Außenministeriums zum weltweiten Terror. Mit besonderer Sorge blickt Washington auf die Entwicklung in Nordafrika. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-aussenministerium-prangert-iran-als-terror-unterstuetzer-an-a-902930.html
Gut, dass die USA niemals Terroristen unterstützt haben ausser zum Beispiel in Chile, Kolumbien, Bolivien, im Kongo, in Afghanistan und diversen anderen Regionen auf der Welt, eigentlich schon fast überall.
antopus 31.05.2013
2. Was für Heuchler
Al-Quaeda ist geschwächt? Ach deswegen stopft man denen in Syrien den Hintern mit Waffen voll? I see.
donle2 31.05.2013
3. Lächerlich
Der Bericht ist lächerlich: Keine Beweise, Keine Zahlen. Hauptsache eine tendenziöse Überschrift um gegen den Iran mobil zu machen.
sysiphus-neu 31.05.2013
4. Realitätsverlust
Das US-Außenministerium war schon unter Hillary Clinton ein Hort weltfremder Ideologen. Offenbar ist das mit Kerry nicht wirklich besser geworden. Wenn schon ein Ranking der weltgrößten Unterstützer von islamistischen Terror aufgestellt werden soll, dann sind die ersten beiden Plätze ja wohl fest an die Potentaten aus Riad und Doha vergeben. Auch die USA selbst dürften noch einen Platz auf dem Treppchen haben, denn ohne ihr großzügiges Wegschauen und hintergründiges Strippenziehen könnten die Dollarmilliarden vom Golf gar nicht die Dschihadmörder in aller Welt erreichen. Was die Vorwürfe gegen die Hisbollah angeht, so sind das lediglich Anschuldigungen. Weder ist die beteiligung am Attentat in Argentinien, noch die Täterschaft in Bulgarien BEWIESEN. Ebensogut könnte man behaupten, der Mossad oder der BND waren das. Am schönsten aber finde ich die Behauptung, dass Al Kaida geschwächt wäre. Wo denn bitte? Mit der Nusrafront hat Al Kaida mindestens 15000 Kämpfer bestens ausgerüstet unter Waffen - dank der großzügigen Hilfe vom Golf und der NATO. Die Sahelzone brennt von Mauretanien bis Darfur, seit die NATO Libyen zerstört hat. Das ist jetzt Al Kaida-Land. Es ist einfach nicht zu fassen, welche dreisten Lügen und grotesken Fehleinschätzungen das State Departement so ventiliert.
dongerdo 31.05.2013
5.
Zitat von sysopDPAAl-Qaida ist geschwächt, Iran baut seine Unterstützung des internationalen Terrorismus weiter aus - das sind die Hauptpunkte im Jahresbericht des US-Außenministeriums zum weltweiten Terror. Mit besonderer Sorge blickt Washington auf die Entwicklung in Nordafrika. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-aussenministerium-prangert-iran-als-terror-unterstuetzer-an-a-902930.html
Was eine lächerliche Heuchelei - dies ist EXAKT das was schon vor Beginn der Libyen-"Intervention" prophezeit wurde. Und dies immer und immer wieder. Genau das macht es ja so erbärmlich wenn hier in den Foren der grandiose Erfolg in Libyen als Argumentationshilfe herangezogen wird wenn es um eine zukünftige Unterstützung der syrischen "Rebellen" geht....
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