US-Depesche zu Hochzeit im Kaukasus High-Society-Gelage mit Geldregen

Hochzeitsgast Kadyrow (2007): Vergoldete Pistole im Hosenbund
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Hochzeitsgast Kadyrow (2007): Vergoldete Pistole im Hosenbund

4. Teil: PS: Die praktischen Lehren einer kaukasischen Hochzeit


Kadyrows Besuch war ein Zeichen des Respekts und einer politischen Allianz. Das ist ein notwendiges politisches Instrument in einer Region, in der Schwierigkeiten nur durch persönliche Beziehungen gelöst werden können. Die 'Machthorizontale', wie die Beziehung zwischen Gadschij und Kadyrow, ist das genaue Gegenteil der 'Machtvertikalen', die von Moskau oktroyiert wird. Die Machtvertikale (sagt ein Geschäftspartner von Gadschij) sei für den Kaukasus ungeeignet. Moskauer Bürokraten würden diese Region nie verstehen.

Das war kein Plädoyer für Demokratie. Gadschij erläuterte uns, dass Demokratie im Kaukasus immer scheitern werde. Hier werde der Staat als Erweiterung der Familie verstanden, in der das Wort des Vaters Gesetz sei. Gadschij: 'Wo gibt es da Raum für Demokratie?'"

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Depesche stamme vom ehemaligen US-Botschafter in Moskau, William Burns. Laut State Department soll Burns die Depesche jedoch nur unterzeichnet haben, nicht aber der Verfasser sein. Wir haben diesen Zusatz entsprechend eingefügt.

insgesamt 5853 Beiträge
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Waiguoren 28.11.2010
1.
"Merkel ist methodisch, rational und pragmatisch." Angie kommt doch gar nicht so schlecht weg.
Liberalitärer, 28.11.2010
2. Einstein
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Nein, das sind Einschätzungen und Kritik im Falle D schadet nicht. Niemand hier wird wohl G.W. Bush (den ich für ehrenwert halte) mit Einstein verwechseln.
werner thurner, 28.11.2010
3.
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Dann erfahren wir endlich mal die Wahrheit über die offizielle Denke in den USA. Die Wahrheit , oder annähernd die Wahrheit kann niemals irgendwas beschädigen. Das Verhätnis der USA zu den Verbündeten ist ja bereits durch die Bush Kriegspolitik und das Mitläufertum beschädigt, genauso wie die hierzu mißbrauchte NATO (Bündnsifall bis heute).
Smartpatrol 28.11.2010
4. Nicht schlecht
"Amerikas Botschafter können gnadenlos in der Beurteilung der Länder sein, in denen sie akkreditiert sind." Was man ihnen kaum vorhalten kann. Die Bewertung Westerwelles ist beispielsweise nichts als eine realistische, nüchterne Einschätzung. Keine der genannten Veröffentlichungen macht mir die USA unsympathischer, ganz im Gegenteil.
ramuz 28.11.2010
5. Nein.
Geht man von dem momentanen Level an Vertrauen, Ansehen, Kooperationswillen aus, das/den Akteure anderer Staaten den US entgegenbringen, kann es nicht beschädigt werden aus Sicht der anderen. Wenn die Akteure der US halbwegs intelligent sind, so wissen sie das auch. Theaterdonner halt...
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