Luftschlag in Somalia US-Armee meldet Tod von Extremisten nach Drohnenangriff

Das Militärhauptquartier der USA für Afrika hat offenbar einen weiteren Drohnenangriff auf Islamisten durchgeführt. Bei dem Luftschlag in Somalia seien keine Zivilisten in der Nähe gewesen.

Islamistengruppe Al-Schabab (Archivbild)
REUTERS

Islamistengruppe Al-Schabab (Archivbild)


Bei einem Drohnenangriff in Somalia hat die US-amerikanische Luftwaffe nach eigenen Angaben "mehrere Extremisten" der radikalislamischen Terrorgruppe Schabab getötet.

Der Angriff wurde demnach rund 160 Kilometer westlich der Hauptstadt Mogadischu durchgeführt, wie eine Sprecherin des Afrikakommandos der US-Streitkräfte mitteilte. Nach US-Angaben sollen bei der Attacke keine Zivilisten in der Nähe gewesen sein.

Im laufenden Jahr gab es bereits knapp zwei Dutzend Drohnenangriffe gegen die Schabab-Extremisten, die sich zu al-Qaida bekennen, und kleinere Gruppen mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Auch der aktuelle Angriff sei, wie vorherige, in Absprache mit der somalischen Regierung erfolgt.

Anfang November hatten die USA eigenen Angaben zufolge eine kleinere Islamistengruppe des IS ins Visier genommen. Innerhalb der Schabab-Miliz gibt es diverse Strömungen, vor allem 2015 und 2016 spalteten sich wiederholt Kleingruppen von Kämpfern ab und erklärten sich zu Anhängern des IS.

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Schabab-Kämpfer hatten zuletzt mit ihrem bislang blutigsten Anschlag schockiert: Durch eine Lastwagenbombe starben an einer belebten Kreuzung in Mogadischu mehr als 350 Menschen. In der Vergangenheit schlug Schabab auch im Nachbarland Kenia zu. 2013 töteten die Extremisten in einem Einkaufszentrum in Nairobi mehr als 65 Menschen. 2015 forderte das Universitätsmassaker im nordostkenianischen Garissa 148 Leben.

Kenianische Soldaten kämpfen - unter hohen Verlusten - seit 2012 in einer Mission der Afrikanischen Union (AU) gegen Schabab. Auch in Uganda, das für die Amisom-Einsätze Truppen stellt, hat Schabab schon Anschläge verübt.

cht/AP

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