Chu tritt zurück Obama braucht einen neuen Energieminister

Nun geht Nummer sieben: Auch Energieressort-Chef Steven Chu will nicht mehr Minister in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Barack Obama sein. Zuvor waren bereits ein halbes Dutzend bisheriger Kabinettsmitglieder ausgeschieden.
Energieminister Chu: Er wird dem Kabinett von Präsident Obama nicht mehr angehören

Energieminister Chu: Er wird dem Kabinett von Präsident Obama nicht mehr angehören

Foto: LARRY DOWNING/ REUTERS

Washington - Der Umbau im Kabinett von US-Präsident Barack Obama geht weiter: Auch Energieminister Steven Chu kündigte seinen Rücktritt nach einer Amtszeit an. "Ich möchte wieder in ein Akademikerleben mit Forschung und Lehre zurückkehren", schrieb der 64-jährige Physiknobelpreisträger nach Angaben der Zeitung "Politico" am Freitag in einer Mail an seine Kollegen.

Chu war in die Kritik geraten, weil er einen Staatskredit über rund 500 Millionen Dollar (367 Millionen Euro) an einen Solaranlagenhersteller vermittelt hatte, der kurz darauf Insolvenz einreichte.

In einer Erklärung am Freitag lobte Obama seinen scheidenden Minister dafür, die USA unabhängiger von Energieimporten gemacht zu haben. Außerdem habe sich Chu für den Kampf gegen den Klimawandel und für die Erzeugung erneuerbarer Energien eingesetzt. Der 64-Jährige hatte das Ministeramt Anfang 2009 übernommen.

Chu tritt als siebtes Regierungsmitglied von seinem Amt zurück. Als Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton präsentierte Obama bereits Senator John Kerry. Auf Finanzminister Timothy Geithner soll der bisherige Stabschef im Weißen Haus, Jack Lew, folgen. Heikel ist der Ersatz für Verteidigungsminister Leon Panetta: Der von Obama favorisierte Senator Chuck Hagel stößt im Lager der Republikaner auf Ablehnung. Auch Arbeitsministerin Hilda Solis, Innenminister Ken Salazar und Verkehrsminister Ray LaHood haben ihren Rückzug aus der Regierung angekündigt.

flo/dpa/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.