US-Foltergefängnis Haupttäter von Abu Ghuraib ist wieder frei

Er galt als der Rädelsführer im Folterskandal in dem berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghuraib: Der ehemalige US-Soldat Charles Graner wurde 2005 für die schweren Misshandlungen an Gefangenen im Irak verurteilt. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß - vorzeitig, wegen guter Führung.

Graner mit seiner ehemaligen Freundin in Abu Ghuraib: Wegen guter Führung entlassen
REUTERS

Graner mit seiner ehemaligen Freundin in Abu Ghuraib: Wegen guter Führung entlassen


Washington - Körperverletzung, unzüchtige Handlungen und Pflichtversäumnis lautete die Anklage gegen den Reservisten Charles Graner vor einem amerikanischen Militärgericht. Der ehemalige US-Soldat hatte im Foltergefängnis Abu Ghuraib im Irak unter anderem als Aufseher vor einer Pyramide nackter Gefangener posiert und sich dabei fotografieren lassen.

Graner wurde nach Bekanntwerden des Folterskandals zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Jetzt, nach gut sechseinhalb Jahren, ist er wieder frei. Wie eine Armeesprecherin mitteilte, verließ Graner am Samstag das einzige Hochsicherheitsgefängnis der Armee, Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas. Der 42-Jährige sei wegen guter Führung und Teilnahme an Arbeitsprogrammen früher entlassen worden, hieß es. Bis zum 25. Dezember 2014 stehe ihm ein Bewährungshelfer der Armee zur Seite. Nähere Angaben wollte die Sprecherin nicht machen.

Die Erniedrigung und Misshandlung Gefangener durch US-Soldaten in Abu Ghuraib war im April 2004 durch die Veröffentlichung von Fotos bekannt geworden. Graner galt als der Rädelsführer der Folterer. Seine ehemalige Freundin Lynndie England erhielt damals eine dreijährige Gefängnisstrafe. England führte auf Fotos einen nackten irakischen Gefangenen an einem Hundehalsband oder zeigte auf die Genitalien eines nackten Häftlings.

Insgesamt wurden sieben Wachen und vier niedrigrangige Offiziere verurteilt. Graner ist der letzte von ihnen, der wieder freikommt.

lgr/AFP

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freigeist56 07.08.2011
1. Der Amerikanische Traum ...
der hätte eigentlich gar nicht eingesperrt werden dürfen. Ein aufrechter und gottesfürchtiger reinrassiger amerikanischer Held. Ein Vorbild aller ehrfürchtiger und gläubigen Amerikaner. Charles Graner wird jetzt verdienter Held auf Tea partys hat er doch todesmutig den ungläubigen Moslem Terroristen gezeigt wo der Hammer hängt. Ein dreifaches HURRA HURRA HURRA....
leberknecht 07.08.2011
2. so so so!
Zitat von sysopEr galt als der Rädelsführer im Folterskandal in dem berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghuraib: Der ehemalige US-Soldat Charles Graner wurde 2005 für die schweren Misshandlungen an Gefangenen im Irak verurteilt. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß*- vorzeitig, wegen guter Führung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778828,00.html
kann ja gleich in Libyen weiter "Arbeiten", wegen der Menschnenrechte!?
gruenerfg 07.08.2011
3. Typisch
Zitat von sysopEr galt als der Rädelsführer im Folterskandal in dem berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghuraib: Der ehemalige US-Soldat Charles Graner wurde 2005 für die schweren Misshandlungen an Gefangenen im Irak verurteilt. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß*- vorzeitig, wegen guter Führung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778828,00.html
Typisch für die USA - dort drüben bleibt er wohl ein Held!
Skarrin, 07.08.2011
4. Graner for President!
Zitat von sysopEr galt als der Rädelsführer im Folterskandal in dem berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghuraib: Der ehemalige US-Soldat Charles Graner wurde 2005 für die schweren Misshandlungen an Gefangenen im Irak verurteilt. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß*- vorzeitig, wegen guter Führung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778828,00.html
Dann kann er ja jetzt problemlos Präsidentschaftskandidat der Tea-diots werden.
allerfreund, 07.08.2011
5.
Zitat von sysopEr galt als der Rädelsführer im Folterskandal in dem berüchtigten US-Gefängnis Abu Ghuraib: Der ehemalige US-Soldat Charles Graner wurde 2005 für die schweren Misshandlungen an Gefangenen im Irak verurteilt. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß*- vorzeitig, wegen guter Führung. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778828,00.html
Das zeigt nur, dass in den USA niemand aus politischen Gruenden bestraft wird. Er hat wohl so lange gesessen, wie jeder andere auch, der z.B. wegen einer Koerperverletzung verurteilt wird. Fairer Weise hat man ihm auch das Recht auf Resozialisation nicht genommen.
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