Panne bei Manöver US-Marine will Bomben am Great Barrier Reef bergen

Vier Bomben warfen amerikanische Jets über dem Naturwunder Great Barrier Reef ab. Die Aktion sorgte für Entsetzen in Australien. Nun sagte das US-Militär die Bergung der Sprengsätze zu - Umweltschäden wolle man beheben.

Great Barrier Reef: Bomben sollen aus Naturwelterbe geborgen werden
AFP/ RAY BERKELMANS / AUSTRALIAN INSTITUTE OF MARINE SCIENCE

Great Barrier Reef: Bomben sollen aus Naturwelterbe geborgen werden


Washington - Die US-Marine hat die Bergung von vier Bomben zugesagt, die Kampfflugzeuge bei einer Übung über dem australischen Meeresschutzgebiet um das Great Barrier Reef abgeworfen hatten. "Die US-Streitkräfte sind sich ihrer professionellen Verantwortung bewusst, die Auswirkungen ihrer Übungen und Einsätze auf die Umwelt gering zu halten", erklärte am Freitag die siebte US-Flotte. Sie war an der Übung mit der australischen Marine vor der Küste des Bundesstaats Queensland beteiligt.

Man sei entschlossen, mögliche Umweltschäden zu beheben. Genauere Pläne werde man in Kürze bekannt gegeben, so die Marine in ihrer Erklärung.

Die US-Armee hatte zuvor bekanntgegeben, Harrier-Kampfflugzeuge hätten vier inaktive Bomben in dem Meeresschutzgebiet abgeworfen, weil sich in ihrem eigentlichen Zielgebiet in der Shoalwater Bucht zur Zeit der Übung mehrere zivile Boote befanden. Da ihr Sprit zur Neige ging und die Jets mit einer derart schweren Last nicht landen können, hätten sie sich entschlossen, die Bomben im Meer abzuwerfen.

Zunächst hatte es geheißen, die Bomben wären knapp neben einem Riff eingeschlagen. Dann wurde bekannt gegeben, dass sich die Bomben 30 Kilometer vom nächsten Riff entfernt befinden.

Politiker und Umweltschützer in Australien äußerten scharfe Kritik an den Amerikanern. Auch dass Militärmanöver überhaupt in Nähe eines Weltnaturerbes abgehalten werden, stieß auf Unverständnis. Das Great Barrier Reef sei ohnehin durch Schiffsverkehr, den Klimawandel und den Befall von Seesternen gefährdet.

Die US-Marine teilte mit, die nicht scharf gestellten Sprengsätze würden in einer Tiefe von 50 bis 60 Metern liegen und keine Gefahr für das Riff oder den Schiffsverkehr darstellen.

fab/AFP/Reuters



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Seite 1
zgvaca 26.07.2013
1. Nicht so schlimm
Während Ilegalen Bombardierung von Serbien, hat NATO über 1000 solche Raketen in Adria Meer versenkt. Gewisse sind ausgefischt und gewisse nicht. Kroatien wie treue Vasalen Staat hat sich nie deswegen beschwert. Australien ist auch so ein Vasale und ausser paar Eko Fanatiker wird ganze sache schon nächste Woche vergessen bleiben.
joachim_m. 26.07.2013
2. optional
Alles also in Ordnung, liebe US-Armee, ihr habt uns völlig beruhigt, und hoffentlich habt ihr in diesem Falle eure Leaker im Griff, wäre doch doof, wenn sich mal wieder herausstellen sollte ..........
xxbigj 26.07.2013
3. optional
Unser Freund die USA haben doch damals Atombomben dort abgeworfen. Warum auch nicht ist ja nur das größte Riff der Welt mit der größten Tiervielfalt überhaupt. Muss man nicht verstehen die AMIS
micha-mille 26.07.2013
4.
Zitat von zgvacaWährend Ilegalen Bombardierung von Serbien, hat NATO über 1000 solche Raketen in Adria Meer versenkt. Gewisse sind ausgefischt und gewisse nicht. Kroatien wie treue Vasalen Staat hat sich nie deswegen beschwert. Australien ist auch so ein Vasale und ausser paar Eko Fanatiker wird ganze sache schon nächste Woche vergessen bleiben.
Mit dem kleinen, aber bedeutenden Unterschied, dass Australien keinen Krieg angezettelt hat und dort kein Völkermord begangen wurde (zumindest in der letzten Zeit). Einige Serben sollten sich ihrer Verantwortung inzwischen mal bewusster werden.
Hans58 26.07.2013
5.
Zitat von sysopAFP/ RAY BERKELMANS / AUSTRALIAN INSTITUTE OF MARINE SCIENCEVier Bomben warfen amerikanische Jets über dem Naturwunder Great Barrier Rief ab. Die Aktion sorgte für Entsetzen in Australien. Nun sagte das US-Militär die Bergung der Sprengsätze zu - Umweltschäden wolle man beheben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-marine-will-bomben-am-great-barrier-reef-bergen-a-913232.html
Bei der ersten Meldung über den Notabwurf hieß es noch, es seien Übungsbomben gewesen (also mit Beton/Zement gefüllte Behälter, die in ihrer aerodynamischen Form, Größe und Gewicht echten Bomben gleichen). Nun mehr waren es inaktive Bomben. Was sind inaktive Bomben? Sind es "echte" Bomben, die noch nicht endgültig geschärft waren, als sie abgeworfen wurden? Waren es doch Übungsbomben, bei denen der kleine Zünder nicht geschärft war, mit dem am Boden so eine Übungsbombe sich "staubartig" zerlegt?
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