US-Präsident Merkel plant Treffen mit Obama

US-Präsident Barack Obama wird im Mai eine ausgedehnte Reise durch mehrere europäische Länder unternehmen. Doch Deutschland wird er dabei nicht besuchen. Dafür empfängt er die Bundeskanzlerin Anfang Juni.

Angela Merkel: Im Juni trifft die Kanzlerin US-Präsident Obama
AP

Angela Merkel: Im Juni trifft die Kanzlerin US-Präsident Obama


Berlin - Es ist ein ausgedehntes Reiseprogramm, das die Pressestelle des Weißen Hauses diese Woche mitteilte. Der US-Präsident Barack Obama werde vom 23. bis 28. Mai Europa besuchen. Auf seiner Visite wird er Stationen in Irland, Großbritannien, Frankreich und Polen einlegen.

Nur Deutschland steht diesmal nicht auf dem Reiseplan. Zuletzt hatte er beim Nato-Gipfel in Baden-Baden und beim Besuch des früheren Konzentrationslagers Buchenwald im Sommer 2009 deutschen Boden betreten und war dort auch mit Angela Merkel zusammengekommen.

Der Grund für Obamas Bogen um Deutschland: Kanzlerin Angela Merkel selbst wird den US-Präsidenten in Washington besuchen. Und zwar kurz nach dessen Europavisite. "Es ist vereinbart, dass die Bundeskanzlerin Anfang Juni einen offiziellen Besuch bei Präsident Obama im Weißen Haus antritt", hieß es aus Regierungskreisen am Montag gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Das genaue Datum soll demnächst bekannt gegeben werden.

Bei ihrem Besuch in Washington soll Merkel auch offiziell die Freiheitsmedaille in Empfang nehmen, mit der sie Obama bereits im Februar ausgezeichnet hatte. Die Auszeichnung, die höchste zivile der USA, wird an Menschen verliehen, die einen besonderen Beitrag im nationalen Interesse der USA oder für den Weltfrieden geleistet haben.

Bei der damaligen Verleihung der "Medal of Freedom", die damals auch an weitere 14 Persönlichkeiten ging, nahm Merkel allerdings nicht teil.

sev/pit



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harrold, 21.03.2011
1. Obama ante portas
Zitat von sysopUS-Präsident Barack Obama wird im Mai eine ausgedehnte Reise durch mehrere europäische Länder unternehmen. Doch Deutschland wird er dabei nicht besuchen. Dafür empfängt er die Bundeskanzlerin Anfang Juni. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752343,00.html
Der Gute war noch nie hier, jedenfalls nicht in Berlin, nur vorher als Präsidentschaftskandidat. Man weiß ja nicht, was man davon halten soll. Mag er Deutschland nicht, oder wie muß man sich das vorstellen? Ist das eine Mißachtung?
myoto 21.03.2011
2. danke!
Zitat von sysopUS-Präsident Barack Obama wird im Mai eine ausgedehnte Reise durch mehrere europäische Länder unternehmen. Doch Deutschland wird er dabei nicht besuchen. Dafür empfängt er die Bundeskanzlerin Anfang Juni. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752343,00.html
Danke. Spart Geld und Ärger. Bei Bush wurden doch auch Millionen aufgewendet für die Sicherheitsmaßnahmen. Und alles abgeriegelt.
blaudistel 21.03.2011
3. Obama kommt nicht nach Deutschland?
Sieh an - und ich dachte schon der Tag hätte keine einzige gute Nachricht für mich ... aber so endet er wenigstens noch versöhnlich
greenpea 21.03.2011
4. Mister Obama:Tear down this wall !!!
Fuer den Menschen Barack Obama, der Wasser nicht als Menschenrecht anerkennt (siehe UN-Abstimmung), der in einem Land lebt, in dem die Haelfte aller Milliardaere der Welt leben und der das Klimaproblem nicht einmal derart respektiert, dass er das Kyoto-Protokoll unterzeichnet, fuer diese Sorte von Machthabern ist es klar, dass er besuchen, Medaillen verstreuen und bekriegen kann, wann und wo es ihm in den Terminplan passt. Wenn er sich echt um Libyen und die Versorgungslage der Welt graemen wuerde, dann fiele auf der Stelle die Einreisesperre fuer die Armen und Beduerftigen der Welt! Deshalb, Mister Obama, setzen Sie die US-Einreisebestimmungen aus - tear down this wall!
prophet46 21.03.2011
5. Mir san mir
Zitat von sysopUS-Präsident Barack Obama wird im Mai eine ausgedehnte Reise durch mehrere europäische Länder unternehmen. Doch Deutschland wird er dabei nicht besuchen. Dafür empfängt er die Bundeskanzlerin Anfang Juni. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752343,00.html
Es hat sich seit den 60er Jahren nicht viel geändert in der internationale Politik. Der Weltkriegsverlierer Deutschland darf in Washington weiterhin zum Rapport antreten, die ehemaligen (Mit-)siegermächte werden durch einen persönlichen Besuch Obamas geehrt. Bei uns besichtigt Obama nur KZs oder macht Wahlkampf. Da wird sich der kleine Präsident, der sich gerade um die Führung der Kriegsallianz in Lybien bemüht, aber freuen. Seis drum. Mir san mir.
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