Südafrikas Nationalheld Obama verzichtet auf Besuch an Mandelas Krankenbett

Barack Obama wird den schwerkranken Nelson Mandela nicht im Krankenhaus besuchen. Der US-Präsident verzichtet während seiner Südafrika-Reise aus Rücksicht "auf den Frieden und das Wohlergehen" des Nationalhelden auf eine Visite. Stattdessen wird er sich mit der Familie Mandelas treffen.

US-Präsident Obama in Pretoria: Kein Besuch beim "persönlichen Helden"
DPA

US-Präsident Obama in Pretoria: Kein Besuch beim "persönlichen Helden"


Pretoria - Angesichts des besorgniserregenden Gesundheitszustands von Nelson Mandela verzichtet US-Präsident Barack Obama während seiner Südafrika-Reise auf einen Besuch bei dem Anti-Apartheid-Kämpfer. Obama werde aus Rücksicht "auf den Frieden und das Wohlergehen" des früheren Präsidenten Südafrikas nicht zu ihm ins Krankenhaus kommen, sagte ein US-Regierungsvertreter am Samstag nach der Ankunft Obamas in Pretoria am Vorabend.

Den Angaben nach wollen Obama und seine Ehefrau Michelle aber Angehörige Mandelas treffen, um "in dieser schwierigen Zeit ihre Gebete" zu teilen. Einzelheiten des geplanten Treffens wurden zunächst nicht bekannt. Obama hatte den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Freiheitskämpfer Mandela bereits bei einer vorigen Station seiner Afrika-Reise als seinen persönlichen Helden bezeichnet. Durch seinen Kampf gegen die Rassentrennung habe Mandela ihn, Obama, als Jugendlichen inspiriert.

Begegnung vor acht Jahren

Obama wurde am Samstag zunächst vom südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma in Pretoria empfangen. Bei dem Gespräch dürfte es vor allem um die Themen Entwicklung und Demokratie in Afrika gehen. Später ist ein Treffen mit jungen Leuten an der Universität von Johannesburg in Soweto geplant. Am Sonntag reist Obama nach Kapstadt weiter. Dort besucht er Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Mandela viele Jahre inhaftiert war.

Der 94-jährige Mandela ist seit drei Wochen in der Klinik. Er wird künstlich beatmet und sein Zustand wird als lebensbedrohlich beschrieben, auch wenn seine frühere Ehefrau Winnie Madikizela-Mandela am Freitag von einer Besserung seines Zustands sprach. Obama hatte Mandela einmal 2005 in Washington getroffen.

cst/dpa/afp



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Europa! 29.06.2013
1. Eine kluge Entscheidung
Zitat von sysopDPABarack Obama wird den schwer kranken Nelson Mandela nicht im Krankenhaus besuchen. Der US-Präsident verzichtet während seiner Südafrika-Reise aus Rücksicht "auf den Frieden und das Wohlergehen" des Nationalhelden auf eine Visite. Stattdessen wird er sich mit der Familie Mandelas treffen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-praesident-obama-verzichtet-auf-besuch-an-mandelas-krankenbett-a-908514.html
Wäre ja echt blöd, wenn Mandela aus lauter Trotz gerade in den zwei Minuten stirbt, in denen Obambi an seinem Bett sitzt.
Querkopf_9 29.06.2013
2.
Zitat von sysopDPABarack Obama wird den schwer kranken Nelson Mandela nicht im Krankenhaus besuchen. Der US-Präsident verzichtet während seiner Südafrika-Reise aus Rücksicht "auf den Frieden und das Wohlergehen" des Nationalhelden auf eine Visite. Stattdessen wird er sich mit der Familie Mandelas treffen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-praesident-obama-verzichtet-auf-besuch-an-mandelas-krankenbett-a-908514.html
Ich hätte auch ein Problem einem Friedensnobelpreisträger in die Augen zu schauen, der es aber im Gegensatz zu Mr.Obama, verdient hat!
terotex 29.06.2013
3. Aber Steinbrück könnte sich doch
an Mandelas Krankenbett bestimmt profilieren und irgendwas von sozialer Verantwortung etc. labern. Würde sich bestimmt gut machen im Wahlkampf!
nhorwath 29.06.2013
4. Respekt ist eine Tugend
die nicht viele Politiker besitzen,sie reden allenfalls davon.Hier handelt auch einmal einer und da sagt man immer Amerikaner haben kein Feingefühl!
obscuro 29.06.2013
5. seltsam
habe gehört und gelese, das Mandelas Familie Obama nicht zu Nelson Mandela lassen. Auch aufgrund des gesundheitlichen Zustandes. Aber es war eben nicht Obamas freier Wille.
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