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US-Präsident Obamas Umfragewerte brechen ein

Barack Obama gerät unter Druck - die Beliebtheitswerte des US-Präsidenten sinken rapide: Nach einem Dreivierteljahr Regierungszeit bewertete laut einer Umfrage des TV-Senders CNN erstmals eine Mehrheit der politisch unabhängigen US-Bürger seine Politik negativ.
US-Präsident Obama: Eine Mehrheit der Befragten ist gegen seine Gesundheitsreform

US-Präsident Obama: Eine Mehrheit der Befragten ist gegen seine Gesundheitsreform

Foto: Charles Dharapak/ AP
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Washington - Inzwischen lehne auch eine Mehrheit der Bürger die Gesundheitsreform ab, für die sich Obama massiv einsetzt, so CNN. Zwar liege die allgemeine Zustimmungsrate aller Amerikaner für Obama noch immer bei 53 Prozent. Allerdings sei sie damit binnen vier Monate um acht Prozentpunkte gesunken, so die CNN-Umfrage.

Obama habe die Wahlen mit Hilfe der Bürger gewonnen, die sich als "Independent" bezeichnen, also nicht den Demokraten oder Republikanern zuordnen. Inzwischen stünden sie mehrheitlich gegen ihn, so der CNN-Umfragechef Keating Holland. Diese Unterstützer zu verlieren, bedeute, dass es für den US-Präsidenten schwieriger werde, die USA von der Mitte aus zu regieren.

Auch eine Umfrage des US-Fernsehsenders CBS zeigt den schwindenden Rückhalt für den demokratischen Präsidenten. Vier von zehn Amerikanern wünschen sich demnach einen Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan, so der Sender am Dienstag. Im Februar forderten nur 24 Prozent der Befragten einen Abzug der US-Streitkräfte. Während im April noch 56 Prozent der Amerikaner die Afghanistan-Politik des Präsidenten grundsätzlich unterstützten, seien es jetzt bloß noch 48 Prozent. Bei den Republikanern sind es laut CBS sogar nur 31 Prozent. Nur noch 25 Prozent der Amerikaner sind der Umfrage zufolge für eine US-Truppenverstärkung in dem zentralasiatischen Land - im April waren es noch 39 Prozent.

Erst am Montag war eine Analyse bekannt geworden, in der der US-Oberbefehlshaber für Afghanistan, McChrystal, den Einsatz von mehr amerikanischen Streitkräften am Hindukusch nahegelegt hatte.

anr/dpa