Präsidentschaftswahl OSZE verfünffacht die Zahl der Wahlbeobachter in den USA

Bei der letzten Wahl zum US-Präsidenten gab es für die Wahlbeobachter der OSZE Probleme - das soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Die Organisation stockt deshalb deutlich auf.

Wahllokal in Arlington, Virginia
DPA

Wahllokal in Arlington, Virginia


100 Langzeitbeobachter und 400 Kurzzeitbeobachter will die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur anstehenden Präsidentschaftswahl in die USA entsenden. Das sind fünf Mal so viele Beobachter wie noch 2012, sagte der für Wahlbeobachtungen zuständige OSZE-Direktor Michael Link der "Heilbronner Stimme".

Die Wahl im November werde "viel intensiver" beobachtet werden als das letzte Präsidentschaftsvotum. Die länger bleibenden Beobachter verfolgten acht Wochen lang die Wahlvorbereitungen und den Wahlkampf. Die 400 Kurzzeitbeobachter blieben fünf Tage um den Wahltag und gingen in die Wahllokale, um die Abläufe zu beobachten.

Die Aufstockung sei aus mehreren Gründen nötig geworden, sagte Link. "2012 gab es in zahlreichen US-Staaten Probleme bei der Zulassung unserer Beobachter", sagte er der Zeitung. In Texas seien die OSZE-Mitarbeiter beispielsweise nicht in die Wahllokale gekommen.

Die Organisation wolle diesmal in allen 50 US-Bundesstaaten mit Beobachtern präsent sein "Es geht um Vertrauen in die Prozesse, besonders bei der Auszählung", sagte Link. Der FDP-Politiker war früher Staatsminister im Auswärtigen Amt

Er verwies auch auf Veränderungen im Wahlrecht einiger Bundesstaaten, die am Wahltag zu Problemen führen könnten. So verlangten viele Bundesstaaten ein Ausweisdokument mit Foto von jedem Wähler. Doch: "Viele US-Bürger haben solche Dokumente gar nicht."

Am 8. November stimmen die US-Amerikaner über einen Nachfolger von Barack Obama ab. Die Nominierung der Kandidaten durch die Parteien steht zwar noch aus; es wird aber aller Voraussicht nach auf einen Kampf um die Wählerstimmen zwischen Hillary Clinton bei den Demokraten und Donald Trump bei den Republikanern hinauslaufen.

vks/dpa/AFP

insgesamt 43 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
stadtkasper 29.06.2016
1. Lochkarten
Die Wahlen in den USA sind doch eh ein Witz. Alleine schon die ausgefranzten Lochkarten. Und dass nicht jeder Wähler ein gescheites Ausweisdokument hat, ist ebenso schlecht nachvollziehbar, wer nun seine Stimme abgibt (oder manchmal vielleicht sogar auswürfelt ^^) Ein Land, das am liebsten den gesamten islamischen Raum mit Demokratie belehren möchte, sollte an den eigenen demokratischen Basics arbeiten.
icebear375 29.06.2016
2.
lol na sowas kennt man doch nur von dritte Welt Ländern gg
dubito_ergo_cogito 29.06.2016
3. Bange Frage:
Die Beobachter sind doch hoffentlich alle gründlichst bis auf ihre Vorfahren im dritten Gliede durchleuchtet und haben, zusätzlich zhu den verpflichtenenden Angaben im ESTA-Forfmular (sehr erleuchtend und zu finden hier http://www.estaformular.org/) haben Ihre Social_Media-Konten, ihre Essgewohnheiten, die Liste der von ihnen seit der ersten Klasse gelesenen Bücher sowie die komplette Liste ihrer Freunde und Bekannten eingereicht?? Ansonsten mösste man ja befürchten, dass sich da ein Putin-Versteher einschleicht......
glasshaus 29.06.2016
4. 95%
der US Bürger haben einen Führerschein. Als Legitimation der Person ist sogar ein abgelaufener FS gültig. Damit ist man wohl bei 96+% ... Der Grund warum einige in den USA nicht wählen (können) liegt nicht an der fehlenden ID ...
Besser_Meyer 29.06.2016
5. Sinnlos
Am Wahltag ist der ganze Betrug ja schon gelaufen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.