US-Präsidentschaftswahl Republikaner Scott Walker gibt auf

Scott Walker galt als einer der Favoriten der Republikaner um das Amt des US-Präsidenten. Doch jetzt hat sich Wisconsins Gouverneur aus dem Wahlkampf zurückgezogen. Grund ist offenbar fehlendes Geld.

Gouverneur Walker: Rückzug aus dem US-Wahlkampf
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Gouverneur Walker: Rückzug aus dem US-Wahlkampf


Der Republikaner Scott Walker will nicht mehr der nächste Präsident der USA werden. "Ich beende meinen Wahlkampf mit sofortiger Wirkung", sagte der Gouverneur von Wisconsin auf einer Pressekonferenz.

Der 47-Jährige hatte im Juli offiziell seine Bewerbung erklärt, in Umfragen lag er zu diesem Zeitpunkt weit vorne. Zuletzt verlor Walker allerdings massiv an Rückhalt und kam im Durchschnitt nur noch auf knapp zwei Prozent Zustimmung unter den republikanischen Wählern.

Auch während der zweiten TV-Debatte der Partei in der vergangenen Woche konnte Walker nicht punkten. Mit dem Absturz in den Umfragen seien auch die Wahlkampfspenden deutlich zurückgegangen, berichtet die "NYT" unter Berufung auf einen Unterstützer Walkers. Demnach sei dies der Grund für den Rückzug.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Texas' Ex-Gouverneur Rick Perry als erster der seinerzeit 17 republikanischen Bewerber aufgegeben.

Die Vorwahlen von Republikanern und Demokraten beginnen Anfang kommenden Jahres, gekürt werden die Kandidaten auf Parteitagen im Sommer 2016. Präsident Barack Obama darf bei der Wahl im November 2016 nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

asc/dpa/AFP



insgesamt 18 Beiträge
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monolithos 22.09.2015
1. Monetokratie
Fehlendes Geld? Man kann also nur mit entsprechendem Kleingeld Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Und das nennt sich dann "Demokratie"? Den Begriff "Monetokratie" fände ich passender. Naja, wie auch immer, weiße Männer gab es schon genug in diesem Amt und "Republikaner" hinterlassen einen noch größeren weltpolitischen Scherbenhaufen als "Demokraten" (sind "Republikaner" eigentlich nicht demokratisch?). Auch nach Obama ist es immer noch Zeit für etwas anderes. Insofern ist es nicht schade um Scott Walkers Kandidatur.
2469 22.09.2015
2. Nicht, dass er ein guter Präsident
gewesen wäre (ist schließlich ein Republikaner, die wären hierzulande vermutlich als rechtsradikal eingestuft), aber es ist traurig, wie sehr in den USA Geld über die politische Karriere entscheidet. Vom Pfad der Demokratie hat sich dieses Land schon lange, vielleicht seit McCarthy, spätestens seit Reagan entfernt.
gandhiforever 22.09.2015
3. Walker
versteht die Welt nicht mehr. Da hat er erfolgreich Gewerkschaften bekaempft, was ihn (seine Worte) qualifiziert, IS zu bekaempfen, ALEC verfasste seine Marschroute, und die Gebrueder Koch waren bereit, seinen Wahlkamprf zu finanzieren. Die Voraussetzungen waren also fast ideal zu nennen, der Moechtegern-Praesident fuehrte das grosse Feld der Republikaner sogar an, bevor Herr Trump seine Kandidatur erklaerte und alles niedertrampelte. Und bei den beiden TV-Diskussionen war Walker blass, blieb blass, wusste nicht, wie er sich profilieren sollte. Nun haben die Kochs wohl die Reissleine gezogen und Herrn Walker zum Rueckzug gezwungen. Who is next?
Utu 22.09.2015
4. Eine Überraschung
ist es für mich, dass der eine derart schwache Kampagne abliefern sollte. Walker war für mich einer der klaren Favoriten in diesem Kontest. Aber die schwache Debatten- Performance deutete auf "not ready for primetime". Oder es handelt sich einfach nur um einen Hinweis, wie abgefuckt die republikanische Basis mittlerweile tickt.
tailspin 22.09.2015
5. Pres. Scott Walker, no more
Man muss wohl beim Spiegel arbeiten, um aus einem 2 % Kandidaten fuer das Praesidentenamt einen Favoriten zu machen. Die Schule ist offenbar heute auch nicht mehr, die sie mal war. Immerhin liegt ein realer Grund fuer die Aufgabe der Kandidatur vor. Das Geld ist ausgegangen. Wahrscheinlich hat Mr Walker seinen Fans zu wenig versprochen. Die finanzielle Unterstuetzung eines Kandidaten ist eine Investition mit einem Return zwischen 0% (Kandidat verliert die Wahl) und 1000 % oder mehr (Kandidat gewinnt und zeigt sich dankbar). Nicht dass ich das seinem Charakter anlasten wuerde. Im Gegenteil. Trotzdem ein typischer Anfaengerfehler. Das Praesidentenamt zahlt fuer sich selbst. Im Erfolgsfall ist die Erwartung der edlen Geldsammler und Pateienspender vom unwilligen jedoch ahnungslosen Steuerzahler per Praesidenteninitiative spaeter fuerstlich verguetet zu werden.
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