US-Präsidentschaftswahlen Demokraten bitten Uno um Wahlbeobachter

Das Wahlchaos vor vier Jahren soll sich nach Ansicht von neun demokratischen Kongressabgeordneten keinesfalls wiederholen. Dazu kamen sie nun auf eine recht ungewöhnliche Idee: Sie baten Uno-Generalsekretär Kofi Annan um die Entsendung von Wahlhelfern.


Stimmauszählung in Florida, 2000: Konfusion soll sich nicht wiederholen
AFP

Stimmauszählung in Florida, 2000: Konfusion soll sich nicht wiederholen

Washington - "Wir sind tief besorgt, dass das Recht der US-Bürger, ihre Stimme in freien und fairen Wahlen abzugeben, erneut in Gefahr ist", schrieben die Abgeordneten gestern an Annan. Die Vereinten Nationen entsenden Wahlbeobachter normalerweise nur in Länder, in denen freie und faire Wahlen nicht gewährleistet sind. Unterzeichner sind die schwarze Abgeordnete Eddie Bernice Johnson aus Texas und fünf ihrer Kollegen.

Nach den Wahlen im November 2000 dauerte es fünf Wochen, ehe der Gewinner feststand. Das Ergebnis im entscheidenden Bundesstaat Florida war äußerst knapp. Der demokratische Bewerber Al Gore, der nach Hochrechnungen zunächst als Gewinner, dann als Verlierer benannt worden war, verlangte neue Stimmenauszählungen. Der oberste Gerichtshof unterband das Anliegen schließlich, was George W. Bush den Wahlsieg bescherte.



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