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21. April 2007, 10:12 Uhr

US-Präsidentschaftswahlkampf

John Edwards bezahlte schicke Frisur aus Wahlkampfkasse

John Edwards in Erklärungsnöten: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber hat für zwei Haarschnitte irrsinnig viel Geld ausgegeben - aus der Wahlkampfkasse.

Des Moines - "Ich wusste, dass es teuer wird," sagte er. "Ich hatte aber keine Ahnung, dass es so teuer ist." Die Rechnungen eines Friseurs aus Beverly Hills tauchten in Edwards Wahlkampfkostenbericht auf - nach Angaben des Bewerbers aus Versehen. "Es war offensichtlich ein Fehler, das aus der Wahlkampfkasse zu bezahlen", sagte Edwards und kündigte an, für die Haarschnitte die Kosten aus eigener Tasche zu tragen.

Teurer Friseurbesuch: Zwei mal Schneiden für zwei mal 400 Dollar
Getty Images

Teurer Friseurbesuch: Zwei mal Schneiden für zwei mal 400 Dollar

Die haarige Affäre droht Edwards politisches Programm für eine Wiederbelebung des ländlichen Amerikas zu überlagern. Bei einem Auftritt in Iowa versuchte er, das Beste daraus zu machen. "Warum denken wir, dass Leute hierher kommen wollen? Sie wollen kommen, weil Leute wie ich, der Sohn eines Stahlarbeiters, aus dem Nichts kommen können und jetzt als Präsident der Vereinigten Staaten kandidieren und 400 Dollar für einen Haarschnitt bezahlen."

Erst gestern war eine Peinlichkeit des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain bekannt geworden:

Er hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina in Beach-Boys-Manier "Bomb bomb Iran" gesungen. Sein Team versuchte den Auftritt später herunterzuspielen. Auf den Gesang seines Chefs vom Fernsehsender ABC angesprochen sagte McCain-Sprecher Kevin McLaughlin, der Senator aus Arizona habe "nur versucht, ein bisschen Humor in diese Veranstaltung zu bringen".

ler/AP

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