US-Regierung Rumsfeld attackiert China und Russland

Rumsfeld hat Russland und China für ihre Energie- und Rüstungspolitik kritisiert. Den Russen warf der US-Verteidigungsminister vor, die Rohstoffvorkommen als "politische Waffe" zu benutzen. Peking warf er vor, Rüstungsausgaben zu verschweigen.


Paris - Die Entscheidungen von Russland und China würden künftig mehr Einfluss auf die US-Politik haben als derzeit, schrieb Rumsfeld in einem Beitrag für die französische Zeitung "Le Figaro". Russland mit seinen riesigen Rohstoffvorkommen sei zwar "im Bereich Sicherheit ein Partner der USA". Bei bestimmten Themen habe sich Moskau "jedoch nicht besonders kooperativ verhalten" und "seine Energievorkommen als politische Waffen benutzt".

Erst vor wenigen Tagen hatte US-Vizepräsident Dick Cheney eine verärgerte Reaktion der Regierung in Moskau provoziert, als er Rückschritte in der demokratischen Entwicklung des Landes kritisierte und ihr vorwarf, ihre Energiepolitik zur Erpressung seiner Nachbarn zu nutzen. Anfang des Jahres hatte Russland der Ukraine in einem Streit um höhere Preise den Gashahn abgedreht.

Die Volksrepublik China kritisierte Rumsfeld für eine mangelnde Offenheit bei ihren Rüstungsausgaben. Dies sei Besorgnis erregend für die benachbarten Staaten, schrieb er. Die USA sind eng mit Taiwan verbündet, das China als abtrünnigen Teil seiner Volksrepublik versteht. "Einige Aspekte der chinesischen Haltung machen Sorge und komplizieren unsere Beziehungen", hieß es in Rumsfelds Beitrag.

als/Reuters



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