US-Vizepräsident Joe Bidens ältester Sohn an Krebs gestorben

Er hätte seinem Vater in die große Politik nachfolgen können, doch sein Gesundheitszustand ließ es nicht zu: Beau Biden, ältester Sohn von US-Vizepräsident Joe Biden, ist im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorben.
Anwalt Beau Biden, Vater Joe: Politische Karriere nicht ausgeschlossen

Anwalt Beau Biden, Vater Joe: Politische Karriere nicht ausgeschlossen

Foto: CHRIS WATTIE/ REUTERS

Washington - Beau Biden habe sein Leben für das Wohl anderer aufgeopfert, teilte Joe Biden nach dem Tod seines Sohnes am Samstag mit. "Die gesamte Biden-Familie ist jenseits von Worten betrübt." Beau Biden war das älteste von Joe Bidens drei Kindern.

Als Anwalt hatte sich Biden für Rechtsstaatlichkeit im Kosovo eingesetzt und hatte im Irakkrieg sowie in der Nationalgarde des Staates Delaware gedient. Dort wurde er auch Generalbundesanwalt und galt eigentlich als sicherer Kandidat für die Gouverneurswahl 2016. Bereits im August 2013 musste Biden jedoch einen Aufenthalt in einer renommierten Klinik für Krebspatienten in Texas beginnen. Im Alter von nur 46 Jahren erlag er nun einem Hirntumor; Biden hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Präsident Barack Obama sprach der Familie des Verstorbenen und der des Vizepräsidenten sein Beileid aus und bezeichnete Beau Biden als "guten, großherzigen, frommen Katholiken und zutiefst gläubigen Mann, der einen Unterschied im Leben all jener machte, die er berührte". Beau Biden habe gegen den Hirntumor "mit derselben Integrität, dem Mut und der Stärke gekämpft, die er jeden Tag gezeigt" habe, so der US-Präsident.

Der Tod seines Sohnes ist ein weiterer schwerer Schicksalsschlag für den US-Vizepräsidenten: Joe Bidens erste Ehefrau und die kleine Tochter waren 1972 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Beau Biden und sein jüngerer Bruder Hunter, die ebenfalls in dem Auto saßen, hatten den Unfall überlebt.

bor/AFP/dpa
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