US-Vorwahlen Obama stellt Spendenrekord auf

Teure Schaltzeiten im Fernsehen und die vielen Mitarbeiter in den Wahlkampfteams - eine Präsidentschaftskandidatur ist teuer. Jetzt hat der Demokrat Barack Obama einen Spendenrekord aufgestellt und allein im Januar 32 Millionen Dollar gesammelt.


Los Angeles - Etwa 650.000 Bürger haben dem Senator Geld für seinen Wahlkampf zukommen lassen. Das teilte sein Sprecher heute mit. Im Durchschnitt spendete jeder knapp 50 Dollar für den Bewerber der Demokraten. Schon im vergangenen Jahr hatte Obama bereits einen Spendenrekord gebrochen, als er in den drei Monaten des zweiten Quartals insgesamt 32,5 Millionen Dollar eingenommen hatte. Jetzt erreichte er nahezu die gleiche Summe, 32 Millionen Dollar (21,5 Millionen Euro), in nur einem Monat.

Präsidentschaftskandidat der Demokraten Obama: 32 Millionen Dollar an Spenden allein im Januar
AP

Präsidentschaftskandidat der Demokraten Obama: 32 Millionen Dollar an Spenden allein im Januar

Obamas Wahlkampfmanager David Pluoffe wertete den neuen Spendenrekord als Zeichen einer breiten Unterstützung für den Senator gegen dessen parteiinterne Rivalin Hillary Clinton. Die meisten Spenden seien eingegangen, nachdem Clinton den Senator in der Vorwahl in New Hampshire überraschend geschlagen hatte. "Das haben wir als sehr ermutigend empfunden", sagte Pluoffe. Clinton legte ihre Spendendaten für Januar zunächst nicht vor.

Zumindest über das Finanzielle müsse sich der Demokrat Obama keine großen Sorgen mehr machen, sagte Pluoffe. Damit sei die Finanzierung des weiteren Wahlkampfs gesichert, auch wenn sich die Entscheidung über die Präsidentschaftskandidatur der Partei bis in den März oder April hinziehen sollte. 2007 hatten Obama und Clinton jeweils mehr als 100 Millionen Dollar (67,25 Millionen Euro) Spenden gesammelt.

Zurzeit wirbt Obamas Team in 20 der 22 Staaten, in denen am sogenannten Super-Dienstag gewählt wird - darunter auch Kalifornien und den Heimatstaat seiner Gegnerin, New York. In beiden Staaten sind Werbezeiten im Fernsehen extrem teuer, dort sind auch am meisten Delegierte zu holen. Die einzigen beiden Staaten, in denen Obama keinerlei Werbung geschaltet hat, sind Oklahoma und sein Heimatstaat Illinois.

cjp/AFP/AP



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