US-Wahl-Countdown Obama behauptet Führung vor McCain

Der Vorsprung des Demokraten Obama ist in den Umfragen auch sechs Tage vor der US-Präsidentschaftswahl deutlich. Im landesweiten Schnitt liegt er um 6,7 Punkte vor seinem republikanischen Konkurrenten McCain.


Hamburg - Der Durchschnittswert ergibt sich aus den Angaben von elf Umfrageinstituten. Dem Internet-Dienst realclearpolitics.com zufolge kommt Barack Obama auf 50,5 Prozent, McCain auf 43,8 Prozent.

Sechs Tage vor der Präsidentschaftswahl führt der Demokrat demnach mit 6,7 Punkten vor seinem republikanischen Gegenkandidaten. Der Vorsprung von Obama variiert zwischen zwei Punkten (Gallup) und 15 Punkten (Pew Research).

Eine aktuelle Reuters-Umfrage sieht Obama mit 49 zu 44 Punkten vorne. Der Leiter der Umfrage, John Zogby sagte, der Wert hätte sich im Vergleich zum Vortag im Wesentlichen nicht verändert - mit lediglich einer leichten Verbesserung für Obama. "Das Rennen ist momentan auf diesem Stand eingefroren", sagte Zogby.

Obama behält demnach die Führung bei mehreren wichtigen Gruppen von Wechselwählern - er führt gegenüber McCain mit 15 Punkten bei den Unabhängigen, mit zehn Punkten bei den Frauen, mit acht Punkten bei den Katholiken und mit fünf Punkten bei den über 65-Jährigen.

Die Umfragen sehen die Kontrahenten dagegen bei den Männern gleichauf, bei den Arbeitern sieht die Reuters-Umfrage McCain mit zwei Punkten knapp in Front. Die Daten wurden bei einer landesweiten Telefonbefragung von knapp 1200 US-Bürgern erhoben.

Derartige, landesweite Umfragen liefern in den USA jedoch nur eine grobe Tendenz, weil über den amerikanischen Präsident nicht direkt vom Volk, sondern indirekt über Wahlmänner nach getrennten Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten abgestimmt wird.

cht/Reuters



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