US-Wahl Demokraten erklären Obama zum Sieger in Florida

Den Sonnenstaat hat sich der Präsident wohl auch noch gesichert: Bisher sind nicht alle Wählerstimmen aus Florida ausgewertet - doch die Demokraten feiern dort schon jetzt den Erfolg von Barack Obama. Die Republikaner räumten eine Schlappe ein.

Auswertung von Wählerstimmen in Florida: Obama liegt vorn
AP

Auswertung von Wählerstimmen in Florida: Obama liegt vorn


Washington - Der Erfolg bei der Präsidentschaftswahl für Barack Obama war deutlich - nun kommt wohl noch ein weiterer Swing State hinzu. Die Demokraten haben den Amtsinhaber am Donnerstagabend zum Wahlsieger im US-Staat Florida erklärt. Der Vorsitzende der Demokraten in Florida, Rod Smith, gratulierte Obama zur Wiederwahl und zum Sieg im Sonnenscheinstaat.

Dem "Miami Herald" zufolge räumten die Republikaner ebenfalls indirekt ein, dass ihr Kandidat Mitt Romney den Sieg auch in diesem Swing State verpasst habe.

"Aufgrund unserer Umfragen und unserer Organisation dachten wir, alles getan zu haben, um zu siegen. Die Zahlen in Florida zeigen, dass dies zu gewinnen war", zitierte die Zeitung "The Miami Herald" den Florida-Berater des unterlegenen Romney, Brett Doster, am Donnerstag. "Offensichtlich haben wir das nicht."

Das Ergebnis hat aber keine Bedeutung für den Wahlausgang insgesamt mehr: Obama hatte bereits in der Wahlnacht in genügend Staaten gewonnen, um sich den Wiedereinzug ins Weiße Haus zu sichern.

In Florida hatte Obama bei der Auszählung am 6. November hauchdünn vor Romney gelegen. Daher kam es auf die sogenannten provisorischen Stimmen an - Stimmzettel, die erst noch überprüft werden sollten. Diese Auszählungen dauerten am Donnerstag noch an. Dem "Miami Herald" zufolge liegt Obama aber so weit vorn, dass es unwahrscheinlich sei, dass er noch eingeholt werden könne.

jok/dpa



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Miguelito 09.11.2012
1. Kapier ich nicht
Ich verstehe wirklich nicht, warum die Wahlhelfer in Florida so ewig brauchen, um die Stimmen auszuzählen ... wollten da vielleicht einige nur die Niederlage der Republikaner nicht eingestehen?
cmann 09.11.2012
2.
Präsidentschaftswahlen und Auszählung der Stimmen haben im von Jeb Bush regierten Florida immer einen unseriösen Touch. Mal zeigen die Wahlautomaten angeblich falsche Ergebnisse an (damals zum Nachteil von Al Gore) mal sind die Wählerverzeichnisse nicht korrekt usw. usw. Hier finden die Republikaner anscheinend, warum auch immer, Mittel und Wege zur Manipulation. Wenn Obama jetzt tatsächlich Florida gewonnen hat,muß der Vorsprung an Stimmen sehr groß gewesen sein. Das ist für die Republikaner eine mittlere Katastrophe. Jeb Bush gilt (galt) als aussichtsreicher Anwärter der Republikaner für die nächsten Präsidentschaftswahlen. Obwohl der Name nicht unbedingt für "Qualität" bürgt (siehe George W. Bush).
SirTurbo 09.11.2012
3. Bitte geben Sie keinen Titel für den Beitrag an!
Interessant... Nach Auszählung der "unstrittigen" Stimmen liegt Obama hauchdünn vorne... Nach Auszählen aller Stimmen deutlich vorne. Wurden da in Fl (wieder) die Stimmen die nicht genehm waren bevorzugt als strittig zur Seite gepackt?
carahyba 09.11.2012
4. provisorial ballot
Zitat von SirTurboInteressant... Nach Auszählung der "unstrittigen" Stimmen liegt Obama hauchdünn vorne... Nach Auszählen aller Stimmen deutlich vorne. Wurden da in Fl (wieder) die Stimmen die nicht genehm waren bevorzugt als strittig zur Seite gepackt?
In Florida ist der "provisorial ballot" besonders kompliziert. Damit ist beabsichtigt die "bildungsfernen" Schichten der Bevölkerung vom Wählen abzuhalten, die traditionell mehrheitlich die Demokraten wählen. An funktionalen Analphabeten fehlt es in den USA wahrlich nicht, auch nicht im "Sun-Shine-State"
carahyba 09.11.2012
5. Miami Herald
Zitat von carahybaIn Florida ist der "provisorial ballot" besonders kompliziert. Damit ist beabsichtigt die "bildungsfernen" Schichten der Bevölkerung vom Wählen abzuhalten, die traditionell mehrheitlich die Demokraten wählen. An funktionalen Analphabeten fehlt es in den USA wahrlich nicht, auch nicht im "Sun-Shine-State"
Wenn sogar der erzkonservative "Miami Herald" die Niederlage der Republikaner eingesteht, dann ist der Kuchen von den Demokraten bereits gegessen. Die Hetze Obama (Fidel, Chávez, Ché) hat nicht verfangen, war wohl zu platt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.