US-Wahl Mini-Erfolg für Barack Obama auf Guam

Bei Wählerversammlungen der Demokraten auf der US-Pazifikinsel Guam hat Obama nach der Auszählung fast aller Stimmen den Sieg davongetragen und schlug seine Rivalin Clinton mit 53 zu 47 Prozent. Ein symbolischer Sieg vor den wichtigen Vorwahlen in Indiana und South Carolina am Dienstag.


Hamburg - Nach Auszählung von fast 900 der mehr als 3000 abgegebenen Stimmen lag Barack Obama am Samstag mit 497 Stimmen vor Hillary Clinton, die auf 401 kam. Nach der Auszählung fast aller Stimmen führte er mit 53 Prozent. Angesichts des andauernden Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen beiden Bewerbern war das Ergebnis mit Interesse erwartet worden.

Präsidentschaftskandidat Obama: Schwung für Indiana und North Carolina
AP

Präsidentschaftskandidat Obama: Schwung für Indiana und North Carolina

Wie intensiv derzeit gekämpft wird, ist auch daran abzulesen. das in diesem Jahr beide - Clinton und Obama - in Fernsehwerbespots um Unterstützung warben, und der schwarze Senator sogar einen kleinen Wahlkampfstab entsandt hatte. Bisher hatten Kandidaten praktisch nie Zeit oder Geld in den Wahlkampf auf der Insel investiert.

In Guam ging es um vier Delegiertenstimmen, zudem stellt das Territorium fünf Superdelegierte, die nicht an das Ergebnis der Wählerversammlungen gebunden sind. Obama liegt mit 1736 Delegierten Stimmen vor Clinton, auf die bisher 1605 Stimmen entfielen. Für die Nominierung als demokratischer Präsidentschaftskandidat werden mindestens 2025 Parteitagsdelegierte benötigt.

Experten verwiesen darauf, dass ein Sieg in dem US-Territorium mit seinen 175.000 Einwohnern trotz der zahlenmäßig geringen Bedeutung dem jeweiligen Bewerber Schwung für die wichtigen Vorwahlen am Dienstag geben könnte.

In North Carolina führt in Umfragen der schwarze Senator Obama. Doch hat die ehemalige First Lady den einst zweistelligen Vorsprung ihres Konkurrenten auf bis zu sieben Prozentpunkte verringern können. In Indiana liegt sie nach den meisten Umfragen vorn, aber nicht deutlich genug, um ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Obama auszuschließen.

Fest steht bereits, dass beide Kandidaten nicht die für die Nominierung nötige Mehrheit von 2045 Delegierten erreichen werden. Die Entscheidung über die Spitzenkandidatur dürfte daher in die Hände der etwa 800 "Superdelegierten" fallen. Das sind zumeist Parteifunktionäre und Amtsträger, die nicht an die Vorwahlergebnisse gebunden sind.

cjp/jdl/AP/dpa



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