US-Wahl Richter stoppt Stimmennachzählung in Michigan

Die Grünen-Kandidatin Jill Stein hatte eine Neuauszählung der Wählerstimmen im US-Bundesstaat Michigan beantragt. Ein Richter stimmte dem zu - und stoppte die Zählung jetzt wieder.

Neuauszählung im US-Bundesstaat Michigan
AP

Neuauszählung im US-Bundesstaat Michigan


Im US-Staat Michigan hat ein Gericht die Neuauszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl vom 8. November gestoppt. Die Entscheidung traf Bundesrichter Mark Goldsmith in Detroit.

Die Nachzählung war von der Grünen-Kandidatin Jill Stein beantragt worden. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte den Bundesstaat Michigan knapp gewonnen. Er siegte gegen die Demokratin Hillary Clinton mit einem Vorsprung von gut 10.000 Stimmen oder 0,2 Prozentpunkten.

Goldsmith erklärte, Stein sei nicht berechtigt gewesen, die Neuauszählung zu beantragen, da sie keine realistische Chance habe, zu gewinnen. Die Grüne hatte in Michigan nur ein Prozent der Stimmen erhalten, sei also im Fall von Fehlern oder Manipulationen bei der Stimmauszählung also nicht "leidtragend", so Goldsmith.

Bundesrichter Goldsmith hatte die Neuauszählung mit einem ersten Beschluss am Montag auf den Weg gebracht. Dabei war es aber um einen zeitlichen Ablauf gegangen, nicht um die Frage, ob eine Neuauszählung auf Antrag Steins berechtigt ist.

Stein hatte neben Michigan auch in den Bundesstaaten Wisconsin und Pennsylvania eine Nachzählung beantragt. Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten. In den drei Staaten war die demokratische Kandidatin Hillary Clinton Favoritin gewesen, Trump hatte die Wahl dort jedoch für sich entscheiden können.

cht/dpa/Reuters

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