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Kampf ums Weiße Haus Romney räumt Wahlniederlage ein

Es waren bittere Minuten für Mitt Romney: Der Republikaner hat vor Tausenden Anhängern seine Niederlage bei der US-Präsidentenwahl eingestanden. Er habe Barack Obama zum Sieg gratuliert und wünsche ihm und dem Land alles Gute.

Washington - "Ich habe Präsident Obama soeben angerufen und ihm zu seinem Wahlsieg gratuliert": Mit diesen Worten hat Republikaner Mitt Romney am Mittwoch seine Niederlage bei der Wahl um das Präsidentenamt eingeräumt.

Er wünsche Präsident Barack Obama Erfolg, sagte ein gefasster Romney in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston (alle Infos zur Wahl finden Sie hier im Liveticker). "Das ist eine Zeit großer Herausforderungen für Amerika. Ich bete, dass der Präsident unsere Nation erfolgreich führen wird", erklärte Romney unter dem Jubel seiner Anhänger.

Zuvor hatten bereits zahlreiche TV-Sender den Sieg des amtierenden Präsidenten verkündet. Gegen 5.15 Uhr MESZ hatten NBC, CBS, CNN und Fox einen Erfolg des Demokraten im Bundesstaat Ohio erklärt. Damit hatte Obama so viele Wahlmänner auf sich vereint, dass Romney ihn nicht mehr einholen konnte.

Der Präsident kann auf mindestens 303 Wahlmännerstimmen aus den Bundesstaaten zählen, für eine Wiederwahl hätten bereits 270 ausgereicht.

Praktisch zeitgleich mit den ersten Meldungen der US-Sender schickte Obama über seinen Twitter-Account die Nachricht "Vier weitere Jahre" - und dankte seinen Anhängern. Ein beigefügtes Foto zeigt Obama in einer innigen Umarmung mit seiner Frau Michelle - siehe Fotostrecke:

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Obama-Sieg: Die besten Bilder der Wahlnacht

Foto: Chris Carlson/ AP

In der ersten halben Stunde nach dem Tweet wurde die Botschaft etwa 260.000 Mal "retweeted", also weitergeschickt. Das bedeutet einen neuen Rekord. Was Obama jetzt in seiner zweiten Amtszeit erwartet, lesen Sie in der Analyse hier.

Nachdem die Fernsehsender den Sieg des Präsidenten ausgerufen hatten, brandeten Applaus und Jubelgeschrei am Times Square in New York auf. Im Herzen Manhattans hatten sich Hunderte Menschen versammelt, um den Ausgang der Wahl zu verfolgen, mehrheitlich Anhänger von Obama. Bilder von der Wahlparty des Präsidentenlagers in Chicago zeigen ein Meer aus US-Flaggen, Bannern und Plakaten. Auch vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich Anhänger der demokratischen Partei zu einer spontanen Siegesfeier.

Nach der Zitterpartie kam der Wahlsieg in der Nacht zum Mittwoch letztlich schneller als erwartet. Experten hatten angesichts der Umfragen mit extrem knappen Ergebnissen und Verzögerungen durch Nachzählungen gerechnet.

Obama und Romney holten jeweils die Stimmen in den Hochburgen ihrer Parteien. Umso wichtiger wurden damit die Swing States, die in der Vergangenheit mal für den Bewerber der Republikaner, mal für den der Demokraten gestimmt hatten.

Gegen 23 Uhr (Ortszeit, 5 Uhr MEZ) ging es nach der langen Zitterpartei plötzlich ganz schnell. Zunächst konnte Romney dem Präsidenten den Schlüsselstaat North Carolina abnehmen. Anschließend holte Obama aber gleich eine ganze Reihe Swing States. Zunächst erklärten die Fernsehsender den Präsidenten in Iowa und dann in Ohio zum Sieger. Auch die Demokraten-Hochburgen an der Westküste, darunter das bevölkerungsreiche Kalifornien, stimmten erwartungsgemäß für Obama.

Auch in anderen Swing States hatte der Präsident klar die Nase vorn: In Nevada, Colorado, Indiana, Wisconsin, Virginia und New Hampshire konnte Obama die Wähler von sich überzeugen. Florida ist noch offen, auch hier geht die Tendenz bisher jedoch in Richtung des amtierenden Machthabers.

Der Kongress bleibt gespalten: Die Republikaner behalten im US-Repräsentantenhaus die Mehrheit. Den von den Demokraten beherrschten Senat konnte die Partei von Mitt Romney jedoch nicht erobern. Damit droht auch in den kommenden Jahren eine politische Blockade.

jok
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