US-Wahlkampf Waffenlobby NRA unterstützt Trump

Die US-Waffenlobby NRA setzt im Präsidentschaftswahlkampf auf den Republikaner Donald Trump. Die Demokratin Hillary Clinton hingegen trifft sich mit Familien von Schusswaffenopfern.

Donald Trump
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Donald Trump kann im Präsidentschaftswahlkampf auf die Unterstützung der US-Waffenlobby zählen. Die National Rifle Association (NRA) stelle sich hinter den Kandidaten der Republikaner, erklärte der Vorsitzende Chris Cox am Freitag auf der NRA-Jahrestagung in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Er spreche im Namen von "Millionen Mitgliedern der NRA".

Trump versprach anschließend in seiner Rede vor den Mitgliedern, dass er das in der US-Verfassung festgeschriebene Recht auf Waffenbesitz als Präsident verteidigen werde. Die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, sei die "waffenfeindlichste" Kandidatin der Geschichte und wolle dieses Grundrecht abschaffen. "Das werden wir nicht zulassen," rief Trump.

Clinton setzt sich vehement für eine Verschärfung der Waffengesetze ein. Immer wieder tritt sie gemeinsam mit Opfern von Waffengewalt auf. Am Samstag wird sie in Florida mit Eltern zusammentreffen, die ihre Kinder durch den Einsatz von Schusswaffen verloren haben - darunter wird die Mutter des getöteten Teenagers Trayvon Martin sein.

Die gegensätzlichen Auftritte zeigen, wie weit die Positionen der Präsidentschaftskandidaten in Bezug auf die Waffengesetze im Land auseinandergehen. Das Thema spaltet die Bevölkerung der Vereinigten Staaten und spielt auch im aktuellen Wahlkampf eine zentrale Rolle.

Während Clinton fordert, dass Personen vor dem Kauf einer Waffe umfassend überprüft werden, wird Trump nicht müde zu erwähnen, dass er selbst einen Waffenschein besitzt. Der Milliardär will den Kauf von Waffen erleichtern und argumentiert, dass Waffen Anschläge verhindern könnten. Genauere Überprüfung von potenziellen Kunden hält er nicht für notwendig.

US-Vorwahlen

asc/Reuters/AP

insgesamt 61 Beiträge
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Krea_thief 20.05.2016
1. Frau Clinton
... kümmert es allerdings wenig, ob 10. 000 (Unschuldige) im Ausland durch US-Waffen sterben. Findet den Fehler.
Darwins Affe 20.05.2016
2. Schusswechsel
Der böse Donald wird doch wohl nicht die gute Hillary bei einer Fernsehdiskussion abknallen wollen.
sekundo 20.05.2016
3. Die NRA
unterstützt Donnie! Welch' eine Überraschung!!!
thomasmann 20.05.2016
4. Das macht sie sehr gut !
Gerade bei wahlenm ist es wichtig grösstmögliche Bevölkerungsgruppen anzuzprechen und es gibt anscheinend mehr Opfer von Schusswaffen, als es Liebhaber von Schusswaffen gibt????
Delos99 20.05.2016
5. Was sollen sie auch tun?
Clinton, die einen ähnlich schizoiden Charakter wie Obama hat, kann man aus deren Sicht nicht unterstützen. Die will alle Sicherheit für sich, aber niemals für das "Volk". Potentielle Gegener mit Drohnen aus der Luft abschießen, aber Selbstverteidigung für Bürger kriminalisieren. Also genau wie unsere Politdarsteller auch. Trump ist zwar insgesamt völig gaga, aber waffenrechtlich hat er wenigstens eine sachliche Einstellung. Und er ist die letzte verbliebene Alternative zum Komplettverbot von Waffen. Was also sollte die NRA sonst tun? Könnte man bei Wahlen pro Thema entscheiden, die Welt sähe weitaus besser aus! So gibt es nur das "Komplettpaket" aus einmal positiv und hundert Gurken.
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