US-Wahlkampf Gingrich verspricht Kolonie auf dem Mond

Newt Gingrich auf Stimmenfang: Der Republikaner verspricht seinen Anhängern technologische Großtaten zum Wohle der Nation. Er will im Falle seiner Wahl zum US-Präsidenten eine Mond-Kolonie gründen. Zahlen soll das die Privatwirtschaft - und auch der Mars ist ihm nicht zu weit.
Republikaner Newt Gingrich: Der Republikaner träumt von Mond-Basis

Republikaner Newt Gingrich: Der Republikaner träumt von Mond-Basis

Foto: JIM YOUNG/ REUTERS

Cocoa - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich hat versprochen, im Fall eines Wahlsiegs bis 2020 eine permanente Mondstation einzurichten. "Mit dem Ende meiner zweiten Amtszeit werden wir die erste ständige Basis auf dem Mond haben - und sie wird amerikanisch sein", sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Staat Florida in der Nähe des Kennedy Space Center.

"Keine Vision oder Mission für die Nasa"

Gingrich kündigte an, eine stabile kommerzielle Raumfahrtindustrie nach dem Vorbild des Luftfahrtbooms in den dreißiger Jahren entwickeln zu wollen. Auch die Erforschung des Mars' wolle er ausbauen. Finanziert werden sollten die Projekte durch Investitionen der Privatwirtschaft. Er wolle, dass die Amerikaner "mutig" in die Zukunft schauen, sagte der Republikaner vor etwa 700 begeisterten Zuhörern.

Zehn Prozent des Nasa-Bugets, das derzeit etwa 13 Milliarden Euro umfasst, will Gingrich für Wettbewerbe ausschreiben, um technische Innovationen zu fördern. Für ihn habe die Raumfahrt nach wie vor "Priorität", sagte er. Derzeit hätten die USA einen Präsidenten, der "keine Vision oder Mission für die Nasa" habe. Dabei sei das Raumfahrtprogramm nicht nur wichtig für die Wissenschaft, sondern auch für die wirtschaftliche und militärische Entwicklung des Landes.

Shuttle-Programm eingestellt

Im Juli 2011 hatten die USA ihr Space Shuttle-Programm eingestellt. US-Präsident Obama hatte das sogenannte Constellation-Programm seines Vorgängers George W. Bush für die bemannte Rückkehr zum Mond aus Kostengründen gestrichen.

Seitdem sind die USA von Russland abhängig, wenn sie Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen wollen - der Service kostet pro Person ungefähr 46 Millionen Euro. Seit dem Ende des Shuttle-Programms bangen Zehntausende in der Raumfahrtbranche und im Dienstleistungsgewerbe in Florida um ihre Zukunft.

heb/AP/dapd/Reuters
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