USA Anschlag auf Wolkenkratzer geplant - FBI nimmt Terrorverdächtige fest

Das FBI meldet Erfolge im Kampf gegen den Terror: In den USA wurden zwei al-Qaida-Sympathisanten festgenommen, die unabhängig voneinander Anschläge auf Gebäude in Texas und Illinois geplant haben sollen. In beiden Fällen machte die US-Bundespolizei die Bomben vor der Tat unschädlich.

Wolkenkratzer in Dallas: 19-Jähriger Jordanier plante Anschlag auf das Hochhaus
AP

Wolkenkratzer in Dallas: 19-Jähriger Jordanier plante Anschlag auf das Hochhaus


Los Angeles/Chicago - Wie das Justizministerium mitteilte, nahm die Bundespolizei FBI am Donnerstag in Dallas im US-Bundesstaat Texas einen 19-jährigen Jordanier fest. Der Mann soll versucht haben, einen Wolkenkratzer mit einer Autobombe in die Luft zu sprengen.

Er war demnach schon länger von Ermittlern überwacht worden, die sich als vermeintliche Komplizen ausgaben und so dafür sorgten, dass sein Sprengsatz ungefährlich war. Der 19-Jährige habe mehrfach den Wunsch geäußert, für Osama bin Laden und dessen Terrornetzwerk al-Qaida in den Heiligen Krieg zu ziehen. FBI-Agenten hätten sich ihm gegenüber als al-Qaida-Mitglieder ausgegeben und seien von ihm über die Anschlagsplanungen informiert worden. Vor der Tat hätten FBI-Agenten sichergestellt, dass der selbst gebastelte Sprengsatz keine explosiven Stoffe enthalte. Smadi, der sich illegal in den USA aufhalte, müsse sich nun wegen versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe verantworten. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Er sollte am Freitag erstmals einem Bundesrichter vorgeführt werden.

In einem ähnlichen Fall in Springfield im Bundesstaat Illinois wurde bereits am Mittwoch ein 29-Jähriger festgenommen. Wie das Justizministerium am Donnerstag mitteilte, wollte er ein Fahrzeug vor dem Gebäude einer US-Bundesbehörde, in dem auch ein Gericht untergebracht ist, in die Luft sprengen. Auch er stand bereits unter Beobachtung, sein Sprengsatz war ebenfalls von Polizisten präpariert worden. Der US-Bürger Michael Finton hatte sich einem FBI-Agenten anvertraut, den er für ein al-Qaida-Mitglied hielt, und ihn in seine Planungen eingeweiht. Der 29-Jährige wurde bereits am Donnerstag einem Richter vorgeführt. Er muss sich neben dem Versuch des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen auch wegen versuchten Mordes an Bundesbeamten verantworten.

Ebenfalls am Donnerstag hatte ein Bundesgericht in New York Anklage gegen einen afghanischstämmigen Mann wegen Verschwörung zur Verübung von Anschlägen in den USA erhoben. Der 24-jährige Busfahrer, sein 53-jähriger Vater und ein dritter Mann in New York waren bereits am Samstag festgenommen worden. Eine Verbindung zu den Festgenommen in Texas und Illinois besteht den Angaben zufolge nicht.

anr/AFP/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.