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Seitenweise zensiert: Das Guantanamo-Tagebuch

Foto: International Comettee of the Red Cross

14 Jahre US-Gefangenschaft Häftling von "Guantanamo-Tagebuch" ist frei

Das Grauen in Haft hat er geschildert, nun ist der Autor des "Guantanamo-Tagebuchs" aus dem Lager entlassen worden. Der 45-Jährige Slahi war 14 Jahre in US-Gefangenschaft.

Der Autor des "Guantanamo-Tagebuchs" hat nach 14 Jahren in US-Gefangenschaft das umstrittene Lager auf Kuba verlassen. Mohamedou Ould Slahi wurde in sein Heimatland Mauretanien gebracht, teilte das amerikanische Verteidigungsministerium mit.

Der 45-jährige Slahi, der in Duisburg Elektrotechnik studiert und lange in Deutschland gelebt hatte, kam kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in US-Gefangenschaft. Seit 2002 saß er ohne Prozess in Guantanamo.

Er war 2001 in Mauretanien festgenommen worden, weil er in Verdacht stand, an der Planung des vereitelten "Millennium Plot" beteiligt gewesen zu sein und die Attentäter vom 11. September 2001 unterstützt zu haben.

Seine Erlebnisse in dem Lager schildert er in seinem Tagebuch, das im vergangenen Jahr in zensierter Form veröffentlicht wurde. Die Einträge reichen von der Festnahme bis zu den sich häufenden Verhören in Guantanamo. "Alles war darauf angelegt, mich zu demütigen", schreibt Slahi in seinem Buch, in dem er auch von Folter berichtet.

Nach seiner Entlassung befinden sich noch 60 Häftlinge in dem Gefangenenlager auf Kuba. US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit Langem, Guantanamo zu schließen, scheiterte aber am Widerstand der Republikaner.

sun/dpa
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