USA Behörden nehmen 14 Terrorverdächtige fest

Die amerikanischen Behörden haben 14 US-Bürger wegen Verbindungen zu einer radikalislamischen Organisation verhaftet. Die Verdächtigen sollen Gelder für die somalischen al-Shabaab-Milizen gesammelt haben, die al-Qaida nahestehen.

Justizminister Holder: Ermittlungen liefen seit vielen Jahren
REUTERS

Justizminister Holder: Ermittlungen liefen seit vielen Jahren


Washington - Die US-Behörden haben 14 US-Bürger unter dem Verdacht festgenommen, sie hätten sich einer terroristischen Vereinigung anschließen wollen. Das teilte US-Justizminister Eric Holder mit und bestätigte damit Berichte der Fernsehsender NBC News und Fox News.

Die Verdächtigen wollten sich demnach den radikalislamischen al-Shabaab-Milizen in Somalia anschließen. Diese gelten als Verbündete des internationalen Terrornetzwerks al-Qaida.

Zwölf Verdächtige seien im US-Bundesstaat Minnesota, einer in Alabama und einer in Kalifornien in Gewahrsam genommen worden, berichtete NBC News. Fox News meldete, die Festgenommenen hätten unter dem Deckmantel einer falschen Wohltätigkeitsorganisation Gelder für die al-Shabaab-Milizen gesammelt und würden der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verdächtigt.

Holder zufolge zeigten die neuen Anklagen den besorgniserregenden Trend auf, dass der internationale Terrorismus zunehmend von den USA aus unterstützt wird. "Die Verhaftungen und Anklagen sollten als unmissverständliche Warnung für andere gedeutet werden, die überlegen, einer Terrorgruppe wie al-Shabaab beizutreten oder sie zu unterstützen", sagte Holder. Wer das tue, werde sich im US-Gefängnis oder als Opfer auf dem somalischen Schlachtfeld wiederfinden.

Die somalische Extremistengruppe hatte sich im Juli zu einem Doppelanschlag in Uganda bekannt. Bei dem Bombenattentat in einem Restaurant waren 76 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Gruppe, Scheich Ali Mohamud Rage, erklärte damals, seine Organisation habe die Anschläge verübt. Es war der erste Anschlag der al-Shabaab außerhalb Somalias.

luk/AFP/dpa



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