USA Bush als Fundamentalist

US-Präsident George W. Bush gibt sich als Fundamentalist. Der Republikaner bekannte sich zur religiösen Verwurzelung seines Landes.


George W. Bush, 43. Präsident der USA
REUTERS

George W. Bush, 43. Präsident der USA

Washington - Religion und Gebet gehörten zur Tradition der USA. "Dies wird auch zum Standard meiner Regierung", sagte er beim Nationalen Gebetsfrühstück, einer alljährlichen Veranstaltung, in der für den US-Präsidenten gebetet wird. Kritiker haben dem neuen Präsidenten, einem Methodisten, vorgeworfen, mit religiös akzentuierten Initiativen die Trennung zwischen Staat und Religion zu verwischen.

Bei seiner ersten Kabinettssitzung ermahnte Bush seine Regierungsmannschaft aber auch zu Sparsamkeit und Moral. Jeder ausgegebene Dollar sei das Geld eines Steuerzahlers, daher müssten die Etats schlank ausfallen, sagte er in Begleitung von Außenminister Colin Powell und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Bush betonte erneut, dass er höchste ethische Maßstäbe an seine Minister anlege.

Mehrere Kabinettsmitglieder fehlten bei der Sitzung, da sie vom Senat noch nicht bestätigt wurden, darunter der designierte Justizminister John Ashcroft und der designierte Handelsbeauftragte Robert Zoellick. Ashcroft, dessen Ernennung am heftigsten kritisiert wird, gilt als entschiedener Abtreibungsgegner. Einige Demokraten werfen ihm zudem Rassismus vor. Dennoch wurde nicht damit gerechnet, dass der Senat bei seiner Sitzung am Donnerstag die Bestätigung Ashcrofts verweigern wird.



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