USA Bushs Kandidat ins Oberste Gericht gewählt

Die Mehrheit der US-Senatoren hat für den umstrittenen Samuel Alito als Richter am Obersten Gerichtshof gestimmt. Die Wahl des konservativen Juristen gilt als Erfolg für US-Präsident George W. Bush. Das Kräftegewicht verschiebt sich nun nach rechts.


Washington - Demokratische Senatoren hatten bis zuletzt versucht, die Wahl von Alito zum inzwischen 110. Obersten Richter in der Geschichte der USA zu verhindern. Sie befürchten einen Rechtsruck in der Justiz, da Alito Nachfolger der in den Ruhestand getretenen Richterin Day O'Connor wird, die in einigen strittigen Entscheidungen der neun Supreme-Court-Richter - etwa zur Todesstrafe oder zur Abtreibung - mit ihrer Stimme den Ausschlag in die liberalere Richtung gegeben hatte.

Samuel Alito: Mit 58 zu 42 Stimmen gewählt
AP

Samuel Alito: Mit 58 zu 42 Stimmen gewählt

Eine Gruppe der Demokraten angeführt von den Senatoren Edward Kennedy und John Kerry hatte bis gestern versucht, die Bestätigung durch ein Filibuster zu verhindern - einen Redemarathon zur Verhinderung einer Abstimmung. Dafür fanden sich nicht genügend Unterstützer.

Alitos Bestätigung ist ein wichtiger Erfolg für Bush, dessen zuerst nominierte Kandidatin Harriet Miers an der mangelnden Zustimmung der eigenen Republikaner im Senat gescheitert war.



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