Gouverneurswahlen in Louisiana Demokrat Edwards gewinnt in Republikaner-Hochburg

Eine weitere Pleite für Donald Trump: In Louisiana bleibt der Demokrat John Edwards Gouverneur. Der US-Präsident hatte die Wahl zur Abstimmung über seine Politik erklärt und vehement für den Gegenkandidaten geworben.

Amtierender und künftiger Gouverneur von Louisiana: John Bel Edwards
Matthew Hinton/AP

Amtierender und künftiger Gouverneur von Louisiana: John Bel Edwards


Der amtierende Gouverneur von Lousiana, John Bel Edwards von den Demokraten, hat die Wahlen in seinem Bundesstaat gewonnen. Er schlug den Republikaner Eddie Rispone, der sich mit einem klaren Bekenntnis zu Donald Trump den Wählern empfehlen wollte.

Edwards - ein eher konservativer Politiker, Katholik, gegen Abtreibung - holte 51 Prozent der Stimmen, sein Gegner Rispone - ein millionenschwerer Bauunternehmer, ebenfalls Abtreibungsgegner, Waffenbefürworter - kam auf 49 Prozent.

Für den US-Präsidenten ist es schon die zweite Niederlage für einen Kandidaten, den er mit großem Einsatz unterstützt hat. In Kentucky - wie Louisiana eigentlich eine stramm konservative Hochburg der Republikaner - hatte Anfang November ebenfalls ein Demokrat über einen Republikaner triumphiert. Damals hatte Donald Trump noch am Abend vor der Wahl auf einer Bühne in Lexington gestanden und für Matt Bevin geworben.

Zugleich schickte der US-Präsident damals eine Warnung mit: Der Amtsinhaber solle bei Kentuckys Gouverneurswahl bloß nicht verlieren. Denn das, so Trump, würde "ein wirklich schlechtes Signal" über die Grenzen des Südstaats hinaus senden. Es gewann dann dennoch der Herausforderer Andy Beshear.

Republikaner Eddie Rispone in Baton Rouge
Sergio Flores/Getty Images/AFP

Republikaner Eddie Rispone in Baton Rouge

Mit ähnlicher Strategie hatte sich Trump auch für den Gouverneurs-Kandidaten in Louisiana eingesetzt: Es gehe um mehr als einen Spitzenposten im Bundesstaat, hatte Trump an die Wähler appelliert. Bis kurz vor Schließung der Wahllokale trommelte er per Twitter: "Es bleiben noch drei Stunden, geht los und wählt für Eddie Rispone."

Zu Beginn des Wahltags hatte er bereits zwei Tweets abgesetzt - mit dringenden Appellen an die Wähler und großen Versprechen: "Guten Morgen Louisiana! Die Wahllokale sind geöffnet. Wählt Rispone, er wird eure Steuern und Autoversicherungen (die höchsten landesweit!) senken. Er liebt das Militär und seine Veteranen. Wird euer Recht auf Waffenbesitz verteidigen!"

Dazu kommt es jetzt nicht. In seiner Dankesrede an seine Unterstützer sagte der amtierende und künftige Gouverneur Edwards, er habe bereits mit seinem Kontrahenten telefoniert, und man habe besprochen, die Gräben des Wahlkampfs zu überwinden und künftig zum Wohle Louisianas zusammenzuarbeiten. Von Rispone war zu hören, er sei enttäuscht über den Wahlausgang. Er bedankte sich bei Donald Trump für seinen Einsatz: "Er ist dreimal zu uns gekommen - nur um uns im Wahlkampf zu helfen."

Die Wahl in Louisiana galt in den US-Medien als ein wichtiges Barometer vor dem Wahljahr 2020. Louisiana war und bleibt nun auch in Zukunft der einzige Bundesstaat im tiefen Süden der USA, der von einem Demokraten regiert wird.

oka/AP-Reuters



insgesamt 59 Beiträge
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Seite 1
gammoncrack 17.11.2019
1. Ich finde es erschreckend, dass
ein Trumpist, wenn auch im Süden der USA, 49% der Wählerstimmen erhält. Einziger Trost ist, dass 49% nun einmal nicht reichen.
claus7447 17.11.2019
2. Na - vielleicht hätte Rispone auf Donny verzichten müssen
Aber - ein gutes Zeichen für die Senatoren die sich nächstes Jahr zu Wahl stellen müssen. Da wird dem einen oder anderen vielleicht schon der Arxx auf Grundeis gehen!
St.Baphomet 17.11.2019
3. Zweifelhaft
ob Trump bei Gouverneurswahlen noch eine Hilfe ist. Ihm selbst kann wohl nur noch Russland helfen.
navysailor 17.11.2019
4.
Schlimmer sind die 49%, die für die Repub. stimmen und damit in dem Fall klar für Trump.
zehwa 17.11.2019
5. Hochburg
Wie kann man von einer Republikanerhochburg reden, wenn ein Demokrat wiedergewählt wird?
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