USA Demokraten gehen orientierungslos in den Wahlkampf

Im Januar sind in den USA die ersten Vorwahlen. Doch noch lassen die oppositionellen Demokraten keine klare Linie erkennen. In der Partei herrscht Uneinigkeit darüber, mit welchen Inhalten und mit welcher Taktik man Präsident Bush herausfordern soll.


Wollen gegen Bush ins Rennen gehen: Die "Kandidaten-Kandidaten" der Demokraten
REUTERS

Wollen gegen Bush ins Rennen gehen: Die "Kandidaten-Kandidaten" der Demokraten

Washington - Bei einer jetzt veröffentlichten Umfrage unter registrierten Parteianhängern traten deutliche Differenzen bezüglich der Wahlkampftaktik und der Programminhalte zu Tage. So waren auch nur 57 Prozent der befragten Demokraten der Ansicht, dass die Parteiführung die richtige Politik verfolge. Anders dagegen bei den Republikanern: Dort standen 75 Prozent der Anhänger voll hinter dem Kurs von Präsident George W. Bush.

Befragt wurden insgesamt mehr als 1200 US-Bürger. Fast die Hälfte der Demokraten vertrat die Ansicht, ihre Parteiführung gehe zu bereitwillig Kompromisse mit der Bush-Regierung ein. Gut 40 Prozent verlangten indessen mehr Kompromisse. Unter den neun demokratischen Präsidentschaftskandidaten kristallisierte sich kein Favorit heraus, kein Bewerber kam bei der Erhebung auf 20 Prozent oder gar darüber.

Als Parteien lagen die Demokraten und die Republikaner in der Wählergunst gleichauf. Als Präsidentschaftskandidat hatte Bush aber gegenüber den einzelnen demokratischen Bewerbern einen Vorsprung zwischen 8 und 18 Prozentpunkten. Doch wurde der Präsident auch häufig kritisiert. 51 wandten sich gegen seinen Irak-Kurs, 53 Prozent rügten seine Wirtschaftspolitik. Beim Anti-Terror-Kampf fand Bush dagegen 56 Prozent Zustimmung.



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