Umfrage zum US-Wahlkampf Trump holt gegenüber Clinton auf

Seine Ausfälle sind berüchtigt - und scheinen ihm zu nützen: US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump kommt in einer CNN-Umfrage auf 45 Prozent Zustimmung.
Donald Trump: Unternehmer, Milliardär, Präsidentschaftskandidat?

Donald Trump: Unternehmer, Milliardär, Präsidentschaftskandidat?

Foto: Mary Schwalm/ AP/dpa

Er hetzt gegen mexikanische Einwanderer, sorgt im Fernsehen mit sexistischen Bemerkungen für Aufregung oder beschimpft eigene Parteikollegen: Seine Auftritte scheinen Donald Trump im US-Vorwahlkampf kaum zu schaden. In den eigenen Reihen liegt der Milliardär laut Umfragen seit Wochen vorn. Jetzt holt er offenbar auch gegenüber Hillary Clinton auf, der Favoritin im demokratischen Lager.

Einer Erhebung des TV-Senders CNN  zufolge sprachen sich nun rund 51 Prozent der Befragten für die frühere First Lady und Außenministerin aus - 45 Prozent stimmten für Trump. Damit konnte der Baulöwe deutlich zulegen. Noch im Juli seien laut CNN 56 Prozent für die Demokratin und 40 Prozent für den Republikaner gewesen. Im Juni war Clinton bei 59 Prozent, Trump bei 35 Prozent gelegen.

Im November 2016 wählen die Amerikaner einen Nachfolger von Amtsinhaber Barack Obama. Laut der CNN-Umfrage schrumpfte auch Clintons Vorsprung gegenüber dem Linkskandidaten Bernie Sanders. Derzeit liege sie mit 47 zu 29 Prozent vor Sanders, im Juli führte sie noch mit 56 Prozent, ihr Konkurrent kam auf 19 Prozent. Clinton kämpft vor allem mit einer E-Mail-Affäre. Seit Monaten muss sie sich verteidigen, weil sie als Außenministerin eine private Adresse auch dienstlich nutzte und damit möglicherweise auch streng geheimes Material empfing.

Für die Umfrage wurden laut CNN 1001 erwachsene Amerikaner per Telefon interviewt.

kev/dpa
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