Posten des Sicherheitsberaters Trump nennt fünf Kandidaten für Bolton-Nachfolge

Nach der Entlassung von John Bolton sucht der US-Präsident den vierten Sicherheitsberater seiner Amtszeit. Nun verrät er die Namen von aussichtsreichen Bewerbern. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ist nicht darunter.

John Bolton (r.), Donald Trump (mit der langen roten Krawatte)
REUTERS

John Bolton (r.), Donald Trump (mit der langen roten Krawatte)


US-Präsident Donald Trump hat bei einem Flug von Albuquerque nach Mountain View die Namen von fünf Kandidaten für den Job als Nationaler Sicherheitsberater genannt. Das berichten mitreisende Journalisten.

Die fünf Bewerber, die er sich demnach in dem wichtigen Amt vorstellen kann sind:

  • sein Sondergesandter für Geiselnahmen, Robert O'Brien
  • der frühere stellvertretende Nationale Sicherheitsberater, Rick Waddell
  • die Leiterin der Nationalen Behörde für Nukleare Sicherheit, Lisa Gordon-Hagerty
  • Boltons früherer Stabschef Fred Fleitz
  • der Nationale Sicherheitsberater von Vizepräsident Mike Pence, Keith Kellogg

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, stellte anschließend allerdings klar, dass die Liste der Kandidaten mehr Personen umfasse als die fünf genannten. Auch andere Kandidaten würden noch in Betracht gezogen. Namen nannte Grisham nicht.

Nach dem Rauswurf des Hardliners John Bolton am Dienstag vergangener Woche muss sich Trump einen neuen Sicherheitsberater suchen - den vierten in seiner Amtszeit. Trump hatte Bolton wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten gefeuert. Unmittelbar danach hatte Trump gesagt, er habe 15 mögliche Kandidaten für das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters. "Viele Leute wollen diesen Job. Es ist ein großartiger Job."

Fotostrecke

31  Bilder
Prominente Abgänge der Trump-Regierung: Und raus bist du

Grenell kein Kandidat

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ist den aktuellen Berichten zufolge nicht im Rennen um die Bolton-Nachfolge. Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, unter den möglichen Kandidaten sei Grenell. Er hatte sich als Statthalter Trumps in Europa einen Namen gemacht. Außerdem kursierten die Namen von H.R. McMaster, den er schon einmal als Berater angeheuert hatte; Brian Hook, der Sonderbeauftragte der US-Regierung für Iran; und von Stephen Biegun, der sich im Außenministerium derzeit um Nordkorea kümmert.

ptz/dpa



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
phillyst 17.09.2019
1. Das einzig Gute...
an DT ist, dass er absolut keine Lust auf Krieg hat. Aber mal so gar keine. Da dürfte ihm der Kriegstreiber Bolton im Weg gewesen sein.
christianu 17.09.2019
2. Trump ist nicht mehr Showmaster in "The Apprentice"
Fünf Kandidaten öffentlich für den Posten des Nationalen Sicherheitsberaters zu nennen, ist einfach nur dumm. Vier der fünf werden Verlierer sein, vielleicht glückliche, aber eben nur nachrangige Wahl. Der Gewinner wird höchstwahrscheinlich recht bald unehrenhaft gefeuert. Es wird nicht geschehen, aber jeder kluge Kopf auf der Liste des großen Zampano sollte sagen: F*** YOU! (Deutsch: LMA!)
doctoronsen 18.09.2019
3. Hallo Donnie, ich hätte grade Zeit
Diese fünf Leute werden doch dringend dort gebraucht, wo sie gerade Dienst tun, oder? Aber ich hätte grade Zeit. Bin geniemäßig mindestens so stabil wie Du, und Golf will ich endlich auch mal lernen. Dein NSA kennt meinen Klarnamen und meine Kontaktdaten sowieso, oder? Also: Ruf an! Schlimmer kann's nicht werden.
Gerdd 18.09.2019
4. 15 Kandidaten ...
Das könnte ja bis Halloween reichen - bei dem Verschleiß. Und, ja, schade, daß Grenell nicht dabei ist. Den sähe ich am liensten nur von hinten.
Beijinger 18.09.2019
5. Only the best and the brightest.....
hahaha
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.