Mauerstreit in den USA Trump provoziert erneut mit "Game of Thrones"-Zitat

Er hat es schon wieder getan: Nach seinem umstrittenen Tweet zu den Iran-Sanktionen preist US-Präsident Trump erneut seine Politik im Stil von "Game of Thrones" an. Diesmal geht es um die Mauer.
US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

Foto: MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Mit den Demokraten zankt Donald Trump über Gelder für seine Mauer-Pläne an der Grenze zu Mexiko. Jetzt hat der US-Präsident erneut auf ungewöhnliche Weise für seine Politik geworben - mit einem Bild im Stil der Erfolgsserie "Game of Thrones".

"THE WALL IS COMING" schrieb Trump beim Onlinenetzwerk Instagram. Unter seinem Konterfei prangt auf dem Bild der Schriftzug, mit dem an den Serientitel angelehnten Doppelstrich durch das "O", darunter ein Bild der von Trump geplanten Grenzbarriere.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das Originalzitat in der Serie lautet: "Winter is coming". Trump nutzt Onlinemedien sowie Anspielungen auf Filme und Serien immer wieder, um seine Politik zu bewerben oder Maßnahmen anzukündigen.

Dabei bediente er sich auch bereits des "GoT"-Zitats: Im November veröffentlichte er ein Foto im Stil eines Filmplakats von sich mit der Ankündigung "Die Sanktionen kommen". Gemeint waren damit neue Sanktionen gegen den Iran im Atomkonflikt. Der Sender HBO, der "Game of Thrones" ausstrahlt, war davon wenig begeistert. In den sozialen Netzwerken gab es jede Menge Kritik an Trump.

Haushaltssperre lähmt das Land

Die Mauer-Pläne des Präsidenten spalten die USA und haben zu einem erbitterten Ringen um den Haushalt der Vereinigten Staaten geführt. Derzeit werden die USA von einer Haushaltssperre gelähmt, die vor Weihnachten in Kraft getreten war, weil sich Regierung und Parlament nicht auf einen Haushalt einigen konnten. Zentrale Frage ist die Finanzierung der von Trump geplanten Mauer an der Grenze zu Mexiko. Die Demokraten und auch einige Republikaner lehnen eine Mauer ab.

Das US-Repräsentantenhaus stimmte nun mit seiner neuen demokratischen Mehrheit für ein Ende der Haushaltssperre. Zwei von den Demokraten am Donnerstag vorgelegte Entwürfe wurden von der Kongresskammer angenommen. Um in Kraft zu treten, müssten sie jedoch noch den von den Republikanern dominierten Senat passieren. Diese hatten bereits deutlich gemacht, dass sie nicht einmal über die Maßnahmen abstimmen würden. Auch Trump selbst hatte dem Gesetz bereits im Vorhinein eine Absage erteilt, weil es kein Geld für die Mauer an der Grenze zu Mexiko vorsieht.

kev/dpa