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21. Dezember 2018, 03:21 Uhr

USA

Trump will offenbar auch Soldaten aus Afghanistan abziehen

Etwa 14.000 US-Soldaten sind derzeit in Afghanistan stationiert. Berichten zufolge hat Donald Trump angeordnet, etwa die Hälfte von ihnen zurückzuholen. Damit dürfte die Kritik an seinem außenpolitischen Kurs wachsen.

Neben dem Abzug ihrer Soldaten aus Syrien will die US-Regierung Medienberichten zufolge auch die eigene Truppenstärke in Afghanistan deutlich reduzieren. Unter anderem die "New York Times" und das "Wall Street Journal" meldeten am Donnerstagabend, etwa die Hälfte der 14.000 US-Soldaten in Afghanistan solle abgezogen werden. Die Zeitungen berufen sich dabei auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte.

Den Angaben zufolge hat US-Präsident Donald Trump das Verteidigungsministerium bereits angewiesen, den Truppenabzug einzuleiten. Das Pentagon selbst habe sich dazu nicht äußern wollen, hieß es weiter. Auch der Fernsehsender CNN sowie die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters berichten von entsprechenden Plänen der Trump-Regierung.

Der US-Präsident hat schon seit Langem vor, US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Er hatte sich jedoch wohl unter anderem von seinem Verteidigungsminister James Mattis davon überzeugen lassen, die Zahl der Soldaten dort zunächst noch aufzustocken. Den Berichten zufolge schlägt Trump nun wieder seinen ursprünglichen Kurs ein.

Verteidigungsminister Mattis tritt zurück

Mattis kündigte am Donnerstagabend seinen Rückzug aus dem Kabinett an. Als Grund nannte er Meinungsverschiedenheiten mit Trump. US-Medien zufolge soll Trumps Syrien-Entscheidung eine wesentliche Rolle bei Mattis' Schritt gespielt haben.

Am Mittwoch hatte der Präsident angekündigt, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien nach Hause zu holen - mit der Begründung, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) dort komplett besiegt sei. Dies löste im In- und Ausland Irritationen und harsche Kritik aus.

Experten halten den IS keineswegs für besiegt und einen Abzug aus Syrien für hochgefährlich. Nach Darstellung mehrerer US-Medien hatte Trump den Abzug aus Syrien gegen den ausdrücklichen Rat von Mattis wie auch von Außenminister Mike Pompeo und Sicherheitsberater John Bolton beschlossen.

aar/dpa/AFP

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