Wettrüsten mit Kim-Regime Südkorea verdoppelt Reichweite seiner Raketen

Es soll ein Schritt zur Abschreckung Nordkoreas sein - aber auch Ziele in China liegen künftig im Radius der Waffen: Südkorea will die Reichweite seiner Militärraketen gravierend erhöhen - von 300 auf 800 Kilometer. Die Schutzmacht USA hat den Plänen schon zugestimmt.

Südkoreanische ballistische Rakete (Archivbild): "Nordkorea von Provokation abhalten"
AP

Südkoreanische ballistische Rakete (Archivbild): "Nordkorea von Provokation abhalten"


Seoul - Südkorea und die USA haben sich auf eine deutliche Erhöhung der Reichweite des südkoreanischen Raketensystems verständigt. Diese werde von derzeit 300 Kilometer auf 800 Kilometer ausgedehnt, sagte der südkoreanische Nationale Sicherheitsberater Chun Yung Woo.

Damit könnten die ballistischen Raketen des Landes künftig das gesamte Gebiet Nordkoreas erreichen. Auch Gebiete Chinas und Japans lägen dann innerhalb des Radius. "Das Hauptziel des Abkommens ist es, Nordkorea von einer bewaffneten Provokation abzuhalten", sagte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul.

Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert und garantieren einen "Abwehrschirm" im Falle eines atomaren Angriffs. Seoul hatte sich 2001 bereit erklärt, die Reichweite seiner Raketen einzuschränken, um die Spannungen auf der Halbinsel einzudämmen. Die Entscheidung, den Radius nun zu erweitern, ziele darauf ab, eine "umfassendere Antwort auf Bedrohungen im Zusammenhang mit Raketen" aus Nordkorea sicherzustellen, sagte Sicherheitsberater Chun.

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953 weiterhin offiziell im Kriegszustand. Die Regierung in Seoul geht davon aus, dass Pjöngjang über tausend Raketen verschiedener Typen verfügt, von denen zahlreiche gegen den Süden gerichtet sind. Zudem hatte Nordkorea im Oktober 2006 und im Mai 2009 Atomwaffentests vorgenommen.

Das kommunistische Land reagierte bislang nicht auf die Ankündigung aus Südkorea. Zwischen beiden Staaten kommt es immer wieder zu Spannungen. Erst am Samstag ereignete sich an der Grenze ein Zwischenfall: Ein nordkoreanischer Soldat flüchtete in den Süden. Zuvor soll er zwei Vorgesetzte erschossen haben. Im September hatte es einen Streit über Fischerboote gegeben.

wit/dpa/AFP



insgesamt 19 Beiträge
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matz-bam 07.10.2012
1. klar..
Zitat von sysopDPAEs soll ein Schritt zur Abschreckung Nordkoreas sein: Südkorea will die Reichweite seiner Raketen mehr als verdoppeln - auf 800 Kilometer. Die Schutzmacht USA hat den Plänen schon zugestimmt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-erlauben-suedkorea-bau-von-raketen-mit-groesserer-reichweite-a-859933.html
die USA stimmen allem zu, was Situationen verschärfen könnte. Krieg ist Umsatz, Umsatz ist Geld und die Möglichkeit, die marode USA etwas länger zu erhalten.
ewspapst 07.10.2012
2.
Zitat von sysopDPAEs soll ein Schritt zur Abschreckung Nordkoreas sein: Südkorea will die Reichweite seiner Raketen mehr als verdoppeln - auf 800 Kilometer. Die Schutzmacht USA hat den Plänen schon zugestimmt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-erlauben-suedkorea-bau-von-raketen-mit-groesserer-reichweite-a-859933.html
Es wird wohl zutreffend sein, dass man so viel Vergesslichkeit oder Dummheit von der Leserschaft des SPON erwarten kann. Was soll man denn davon halten, wenn uns die furchbare Gafahr für die Welt erleutert wird die entsteht, wenn Nordkorea seine Raketen mit einer grösseren Reichweite ausstattet, dagegen wenn ein Staat nebenan das Gleiche macht, ist das für die USA fast eine menschenfreundliche Tat. Diese beiden Versionen werden uns dummen Bürgern hier präsentiert.
goodluck12 07.10.2012
3. Konflikte
Zitat von sysopDPAEs soll ein Schritt zur Abschreckung Nordkoreas sein: Südkorea will die Reichweite seiner Raketen mehr als verdoppeln - auf 800 Kilometer. Die Schutzmacht USA hat den Plänen schon zugestimmt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-erlauben-suedkorea-bau-von-raketen-mit-groesserer-reichweite-a-859933.html
Es scheinen immer wieder Konflikte zwischen demokratischen und nicht demokratischen Staatssystemen zu sein die dieses und das letzte Jahrhundert praegen. Die USA, EU, Canada, Australien, Suedkorea halten immer zusammen. Auf der anderen Seite sind Laender wie Syrien, China, Russland, Iran, Nordkorea die sich gegenseitig stuetzen. Auf beiden Seiten ist es nach meiner Meinung das gemeinsame Feindbild, dass das Buendnis erzeugt. Moege die freie Welt siegen!
KingTut 07.10.2012
4. Existenzrecht Süd-Koreas
Zitat von matz-bamdie USA stimmen allem zu, was Situationen verschärfen könnte. Krieg ist Umsatz, Umsatz ist Geld und die Möglichkeit, die marode USA etwas länger zu erhalten.
Was sollte Süd-Korea Ihrer Meinung nach tun, nachdem es seit Jahrzehnten von Nord-Korea in seiner Existenz bedroht wird? Können Sie mir ein Beispiel nennen, wo Süd-Korea durch Aggression und Subversion gegen den Norden aufgefallen wäre, während es zig Beispiele mit umgekehrtem Vorzeichen gibt? Die Kriegsrhetorik des Nordens und dessen massive Aufrüstung lassen Süd-Korea überhaupt keine andere Wahl, als entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Ohne die Schutzmacht USA wäre es wahrscheinlich schon um die Freiheit und Unabhängigkeit Süd-Koreas geschehen. China tut sich m.E. keinen Gefallen, wenn es ein Regime unterstützt, das man nach allem, was es bisher von sich offenbart hat, als verbrecherisch bezeichnen kann.
tommuh 07.10.2012
5. auch Japan?
Sicherlich sind Süd Korea und Japan nicht die besten Freunde, gerade durch die jüngere Geschichte der japanischen Eroberungszüge im zweiten Weltkrieg doch was will man den Japanern damit suggerieren das sie nun auch in der Reichweite der südkoreanischen Raketen liegen? Oder wird hier einfach nur die maximal erreichbaren Ziele der Raketen geographisch vereinfacht dargestellt?
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