Sachbeschädigung US-Justiz ermittelt gegen grüne Präsidentschaftskandidatin

Gegen die grüne US-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein wird wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt. Ihr drohen bis zu 30 Tage Haft.

Jill Stein und Sioux-Ureinwohner
AP

Jill Stein und Sioux-Ureinwohner


Behörden im US-Bundesstaat North Dakota ermitteln gegen die grüne Präsidentschaftskandidatin Jill Stein wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Sie hatte zusammen mit anderen Aktivisten gegen den geplanten Bau einer Ölpipeline demonstriert, die angeblich die Wasserversorgung der Sioux-Ureinwohner gefährdet.

Stein besprühte aus Protest gegen das Bauprojekt einen Bulldozer mit roter Farbe. Die Grünen-Politikerin, die in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl auf rund fünf Prozent der Wählerstimmen kommt, veröffentlichte auf Twitter ein Bild, das sie beim Besprühen der Baumaschine zeigt. "Ich hoffe, die Behörden von North Dakota ermitteln gegen die wahren Zerstörer", schrieb sie dazu.

Der Polizei im Bezirk Morton zufolge verschaffte sich Stein gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Ajamu Baraka und rund 200 weiteren Demonstranten am Dienstag Zugang zu einem Gelände, auf dem die Bulldozer standen. Dort hätten sie Eigentum zerstört, einige Protestierende hätten Messer bei sich gehabt und Masken getragen. Bauarbeiter waren zu dem Zeitpunkt nicht anwesend. Stein drohen nun maximal 30 Tage Gefängnis oder eine Geldstrafe oder beides.

Die Pipeline soll 1900 Kilometer lang sein und außer durch North Dakota durch drei weitere US-Staaten führen. Da sie unter dem Missouri River gebaut werden soll, sieht der Stamm der Sioux ihre Wasserversorgung bedroht. Demnach wurden durch die Bauarbeiten zudem bereits mehrere heilige Stätten der Ureinwohner zerstört. Mitglieder anderer Stämme solidarisierten sich mit den Sioux und campieren seit Monaten in der Region.

als/AFP



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