Folge der Kritik an Auffanglagern Oberster US-Grenzschützer Sanders tritt zurück

Um die illegale Einwanderung in die USA zu stoppen, ließ John Sanders sogar Kinder unter katastrophalen Bedingungen einsperren. Jetzt gibt er seinen Posten auf - nach nur zwei Monaten im Amt.

US-Grenzschutzkommissar John Sanders
Charles Csavossy / cbp / Reuters

US-Grenzschutzkommissar John Sanders


John Sanders hat seinen Rücktritt als Chef der US-Zoll- und -Grenzschutzbehörde bekanntgegeben. Zum 5. Juli wird er aus dem Amt ausscheiden. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter, die verschiedenen US-Medien vorliegt, gab Sanders die Entscheidung bekannt, ohne sie näher zu begründen.

Stattdessen schrieb er, dass andere darüber urteilen müssten, ob seine Arbeit erfolgreich gewesen sei. Die Arbeit an der Spitze der Behörde habe ihn "professionell und persönlich" verändert.

Sanders war öffentlich stark unter Druck geraten, nachdem bekanntwurde, dass Migrantenkinder unter unhaltbaren Bedingungen in Auffanglagern gehalten worden waren. Die "New York Times" hatte zuerst darüber berichtet.

Die Demokraten haben im Repräsentantenhaus ein Nothilfepaket in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar beschlossen, um die Situation an den Grenzen in den Griff zu bekommen. Präsident Donald Trump hat allerdings angekündigt, ein Veto gegen die Sofortmaßnahme einlegen zu wollen.

mmm/rtr/ap



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