Spendenrekord Clinton sammelte 143 Millionen Dollar. In einem Monat.

Rekord für Hillary Clinton: Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin hat im August umgerechnet 128 Millionen Euro an Spenden verbucht - so viel wie noch nie in einem Monat.

Hillary Clinton
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US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat im August ihren persönlichen Monatsrekord beim Einsammeln von Wahlkampfspenden aufgestellt. Die Spenden summierten sich auf insgesamt 143 Millionen Dollar (128 Millionen Euro), wie Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook in Washington bekannt gab. Davon seien 62 Millionen Dollar direkt an ihre Wahlkampforganisation gegangen, der Rest wurde an die Demokratische Partei gezahlt.

Insgesamt hätten 2,3 Millionen Bürger für Clintons Wahlkampf gespendet. "Damit haben wir in den letzten beiden Monaten des Rennens die Mittel, Millionen von Wählern im ganzen Land zu mobilisieren", erklärte Mook.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl vor vier Jahren hatte Amtsinhaber Barack Obama im August 2012 nur 97 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt. Clintons Wahlkampfgegner Donald Trump hat seinen Spendenbilanz für August noch nicht veröffentlicht. In der Vergangenheit hatte er jedoch hinter seiner Kontrahentin zurückgelegen. Im Juli nahm er mit den Republikanern 82 Millionen Dollar ein - für seine Verhältnisse ein überraschend hoher Wert. Bei Clinton waren es 90 Millionen Dollar.

Clinton selbst hat sich im abgelaufenen Monat persönlich stark beim Einwerben von Spenden engagiert. Sie nahm im August USA-weit an 37 privaten Spendenveranstaltungen teil. Dabei handelt es sich oft um exklusive Empfänge oder Essen, für deren Teilnahme erhebliche Wahlkampfspenden überwiesen werden müssen. Die Spanne bewegt sich in der Regel zwischen 500 Dollar und 250.000 Dollar pro Teilnehmer.

So hatte im August etwa Popstar Justin Timberlake zu einem Mittagessen mit Clinton in Hollywood geladen. Die rund hundert Teilnehmer mussten dafür 33.400 Dollar pro Gedeck zahlen. Für ein exklusives Abendessen mit Clinton bei der Geschäftsfrau Lynn Forester de Rothschild an der Ostküste mussten die 30 Gäste sogar jeweils 200.000 Dollar spenden.

kev/AFP

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