Vor Rechtsextremen-Demo in Washington Ivanka Trump verurteilt Rassismus in den USA

"Kein Platz für weiße Vorherrschaft": Ivanka Trump prangert Fanatismus in den USA an. Anlass ist eine rechte Demo in Washington - und der Jahrestag des Neo-Naziaufmarsches von Charlottesville.
Ivanka Trump

Ivanka Trump

Foto: LEAH MILLIS/ REUTERS

Vor einem Jahr marschierten ultrarechte US-Amerikaner in der Stadt Charlottesville auf. Es kam zu brutalen Straßenschlachten, bei der eine Gegendemonstrantin getötet wurde, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. US-Präsident Donald Trump hat sich bis heute nicht deutlich von den Gewalttätern distanziert. Nun wollen am Sonntag wieder Rechtsextreme demonstrieren - diesmal vor dem Weißen Haus. Ivanka Trump hat sich nun klar dazu geäußert.

Bei dem Aufmarsch in Charlottesville vor einem Jahr sei eine "hässliche Zurschaustellung von Hass, Rassismus, Fanatismus und Gewalt" zu beobachten gewesen, erklärte die Tochter Trump via Twitter.

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Für "weiße Vorherrschaft, Rassismus und Neonazismus" sei in den USA aber "kein Platz".

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Trump hatte zuvor allgemeiner erklärt, er verurteile "alle Arten von Rassismus und Gewalt". "Wir müssen als Nation zusammenstehen", schrieb Trump bei Twitter. "Die Unruhen in Charlottesville vor einem Jahr führten zu sinnlosem Tod und Spaltung", schrieb Trump. "Friede allen Amerikanern!"

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Der Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville im Bundesstaat Virginia am 12. August 2017 sorgte international für Schlagzeilen - auch weil Trump in der Folge das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

Erst nach zwei Tagen hatte Trump damals die Gewalt rechtsextremer Gruppen als "abstoßend" verurteilt, war dann aber wieder zu seiner vorherigen Wortwahl zurückgekehrt und hatte betont, auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident seinerzeit für sein Verhalten gefeiert.

Kritik kam hingegen von Trumps damaligen obersten Wirtschaftsberater Gary Cohn. Anschließend gab Trump die Auflösung zweier Beratungsgremien mit Konzernchefs bekannt. Zuvor hatten etliche der teilnehmenden Experten angekündigt, sich aus den Gremien zurückzuziehen - aus Protest an Trumps inkonsequenter Reaktion.

dop/AFP
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