Schmucktick von Jeb Bushs Ehefrau So viel Bling-Bling - das kostet

Jeb Bush will vielleicht US-Präsident werden, da braucht es ein blitzsauberes Image für die Familie. Doch nun das: Ehefrau Columba hat einem Bericht zufolge Zehntausende Dollar für Edelsteine und Ketten ausgegeben - heimlich.

Politikerfrau Bush (Archivbild von 2012): 19.000 Dollar in Paris ausgegeben
Getty Images

Politikerfrau Bush (Archivbild von 2012): 19.000 Dollar in Paris ausgegeben


Washington - Bevor Jeb Bush seinem Bruder George W. und Vater George nacheifern kann, muss er noch einige Hürden überwinden: Seine Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten ist bislang nicht offiziell, derzeit wirbt er um die Unterstützung der US-Republikaner. Doch seine eigene Ehefrau könnte das Image des 62-Jährigen empfindlich ramponieren.

Denn die Gattin des Hoffnungsträgers aus dem Bush-Clan hat einem Bericht der "Washington Post" zufolge offenbar einen Hang zu teurem Schmuck: Zehntausende Dollar gab Columba Bush demnach seit den Neunzigerjahren für Edelsteine aller Couleur aus, nahm für ihr kostspieliges Hobby sogar mindestens einen Kredit auf.

Der bodenständige Bush-Bruder, verheiratet mit einer Prasserin? Dieser Verdacht gefährdet Bushs Kandidatur in einem Land, das auch im Verhalten der Familie eines Bewerbers klare Indikatoren für dessen spätere Politik sieht. Die geschilderten Einkäufe liegen zwar schon länger zurück und sind freilich nicht verboten. Sorgen dürften sie Bushs Image-Berater trotzdem bereiten.

Die "Washington Post" listet eine ganze Reihe kostspieliger Shoppingtouren von Columba Bush auf:

  • Im Juli 1999 wurde sie vom US-Zoll festgehalten und mit einer Geldstrafe belegt, weil sie unwahre Angaben zu einer fünftägigen Einkaufstour durch Paris gemacht hatte. In der französischen Hauptstadt hatte sie edle Kleidung und Juwelen gekauft, Gesamtausgaben: 19.000 Dollar.
  • Kaum ein Jahr später, im Frühsommer 2000, kaufte Bush mithilfe eines Kredits bei einem Juwelier in Florida Edelsteine im Wert von mehr als 42.000 Dollar - an einem einzigen Tag. Insgesamt soll sie allein in diesem Geschäft rund 90.000 Dollar ausgegeben haben.
  • Zu den Schmuckstücken, die sich Bush dank solcher Kredite anschaffte, zählen demnach: zwei Diamanten-Ohrstecker in Platinfassung für 25.600 Dollar, ein diamantbesetzter Designer-Armreif mit Weißgold für 10.500 Dollar, ein ähnlich ausgestattetes Collier für 3200 Dollar sowie ein weiteres Paar Diamant-Ohrringe für 3300 Dollar.
  • Insgesamt soll Columba Bush bei einer von fünf solcher Einkaufstouren allein Rabatte im Gesamtwert von 2780 Dollar erhalten haben - und zahlte rund 2500 Dollar Steuern.

Den Dokumenten zufolge bemühte sich Columba Bush offenbar, ihre kostspieligen Einkäufe geheim zu halten: Die Listen suggerierten, so der Zeitungsbericht, dass Bush die Kaufunterlagen in mindestens einem Fall nicht an ihre Meldeanschrift schicken ließ - sondern an eine Postfachadresse.

Ein anderes Mal, im Jahr 1997, gab sie bei Einkäufen dem Bericht zufolge statt ihrer E-Mail-Adresse die eines Paketshops in Miami an - just zu dem Zeitpunkt, als sie und ihr Mann wegen der anstehenden Wahlen des neuen Gouverneurs von Florida im Fokus des öffentlichen Interesses standen. Das kostspielige Hobby seiner Ehefrau kam nicht ans Licht, Jeb Bush wurde Gouverneur und blieb es bis 2007.

Wie sich der "Washington Post"-Bericht nun auf Bushs Präsidentschaftskandidatur auswirkt, ist nicht abzusehen. Schließlich passen die Enthüllungen kaum zum sorgfältig gepflegten Image seiner Gattin. Als schlichte Hausfrau gilt sie, mit reichlich sozialen Engagement und unprätentiösen Hobbys: Malen und Sticken.

mxw



insgesamt 36 Beiträge
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Susi64 23.02.2015
1. Schmutzkampagne
schon vor dem Wahlkampf, das lässt nichts Gutes ahnen. Wer glaubt denn ernsthaft, dass die Kandidaten "normale Bürger" sind. Viel spannender wäre zu wissen, wie denn die Menschen mit der Politk von Jeb Bush zufrienden sind/waren. Irgendwie sollte sein angestebter Job doch was mit Politik zu tun haben -- oder? Wie steht er denn zu Guantanamo, Ukraine, .... ? TTIP ?
al.dente 23.02.2015
2. Zehntausende Dollar...
...klingt erstmal nach viel. Aber auf so viele Jahre verteilt gibt manche Zahnarztfrau mehr aus.
Ex-Kölner 23.02.2015
3. Weia - Madame kauft Brillis!
Solange sie dafür nur ihr Geld bzw. das ihres Gemahlen verpraßt, geht das niemanden was an. Aber so ein billiger Aufreger produziert sich schneller als eine gründliche Recherche all des Unsinns, den die bisherigen Bushs als Präsidenten anstellten.
Klaus's Meinung 23.02.2015
4. ist zwar etwas viel
aber weshalb ist das denn eine Nachricht wert ? Wenn der Mann ein schickes Auto für über 100.000 EUR kauft, ist das doch auch keine Nachricht wert.
Eduschu 23.02.2015
5.
Die Wadenbeißer nehmen schon mal Maß. Da schreckt man auch nicht davor zurück, jemanden anzukläffen, der Schmuck kaufte. Was habe ich nicht mitbekommen? Ist es neuerdings strafbar oder moralisch anrüchig, Geld unter die Leute zu bringen. Und zwar völlig legal?
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