US-Präsidentschaftskandidatur Joe Biden tritt an

Der frühere Vizepräsident unter Barack Obama, Joe Biden, steigt offiziell in das Rennen um die Präsidentschaft 2020 ein. Der Demokrat gilt als aussichtsreicher Kandidat.

JOSEPH PREZIOSO/ AFP

Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden will für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Das kündigte der 76-Jährige auf Twitter an. Biden gilt als aussichtsreicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur.

"Wir kämpfen um die Seele unserer Nation", sagte Biden in dem Onlinevideo. Darin forderte er die Wählerschaft auf, dem Präsidenten Donald Trump eine zweite Amtszeit zu verweigern. Mit Biden gibt es nun insgesamt 20 demokratische Präsidentschaftsbewerber. Dabei beginnen die parteiinternen Vorwahlen bei den Demokraten erst im kommenden Jahr. Biden gehört zu den bekanntesten Kandidaten seiner Partei: Von 2009 bis 2017 war er Stellvertreter des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Monatelang war bereits über eine Kandidatur Bidens spekuliert worden. Er selbst heizte die Spekulationen durch verschiedene Aussagen regelmäßig weiter an, ohne sich aber festzulegen. Biden steigt nun vergleichsweise spät in das interne Rennen seiner Partei ein.

19 weitere Bewerber bei Demokraten

19 weitere demokratische Anwärter gibt es bereits. Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro, der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der aufstrebende Bürgermeister aus Indiana, Pete Buttigieg, und der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag.

In Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern landete Biden in den vergangenen Wochen fast durchgehend auf Platz eins, obwohl er seine Kandidatur noch gar nicht erklärt hatte. Er wurde dort bislang als potenzieller Bewerber gelistet. Sanders liegt in den Umfragen hinter Biden auf Platz zwei, die anderen Bewerber folgen erst mit deutlichem Abstand.

Die Aussagekraft dieser frühen Erhebungen ist allerdings begrenzt. Bis zur entscheidenden Phase des Rennens ist es noch lange hin. Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Wahl im November 2020 festlegen, beginnen erst im Februar 2020 in Iowa.

asc/AP/Reuters/dpa

insgesamt 73 Beiträge
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Nonvaio01 25.04.2019
1. die demokraten rentnerband
ist im anmarsch.
olli118 25.04.2019
2. Wieviel mehr dürfen es denn noch sein
Bei den Demokraten gilt im Moment das Prinzip "me before us". Anstelle sich vorab auf die aussichtsreichsten Kandidaten zu einigen, und diese von Anfang an massiv zu unterstützen, macht man sich erst mal gegenseitig Konkurrenz, und bringt die Anhängergruppierungen gegeneinander auf. So ernst scheint es den Demokraten dann mit der Abwahl Trumps dann doch nicht zu sein. Vielleicht verstehe ich aber auch das amerikanische System einfach nicht....
leoonii 25.04.2019
3. Sorry, falsch gedrückt!
.... bin gespannt, wie oft über seine "Ausfälle" berichtet wird. Es ist einfach nicht zu glauben! (Aber bei Spiegel werden eh nur ins eigene Bild passende Meinungen abgelichtet. Schade)
frank-bhv 25.04.2019
4. Coole Sache
Dann wird evtl. ein 1942 geborener evtl. gegen einen 1946 geborenen Mann antreten. Dabei haben die Demokraten auch wesentlich jüngere und interessante Personen im Aufgebot. Was soll das? Mir ist klar, das ältere Menschen heute fitter sind als früher und auch länger leben. Aber soll wirklich ein 80-Jähriger den stressigen Job des US-Präsidenten wahrnehmen, dessen Gesundheit schneller kippen kann als die eines vielleicht 50-Jährigen? Eigentlich kann man nur hoffen, dass die Vorwähler (m/w/d) da klüger sind.
claus7447 25.04.2019
5. ist halt mal was anderes als Fußball - oder?
Zitat von Nonvaio01ist im anmarsch.
Abwarten Tee trinken. In einem Jahr wissen wir mehr. Das Gute ist - es kann nicht mehr schlechter werden wie Donny.
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