Grenze zu Mexiko im März Mehr als 100.000 Migranten an amerikanisch-mexikanischer Grenze aufgegriffen

An der Grenze zu Mexiko haben amerikanische Grenzbeamte im März mehr als 100.000 Migranten aufgegriffen, die illegal ins Land eingereist waren. US-Präsident Donald Trump frustriert die Situation an der Grenze.

US-Grenzbeamten greifen Migranten auf, die illegal in die USA eingereist sind
Loren Elliott / REUTERS

US-Grenzbeamten greifen Migranten auf, die illegal in die USA eingereist sind


Die US-Grenzbehörden haben im März knapp 103.500 Migranten aufgegriffen, die die Grenze illegal überquert hatten. Im Vormonat waren es noch rund 76.500 Migranten gewesen. Das teilte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde mit.

Etwa 57.000 der über 100.000 Migranten waren demnach Familien, 9.300 waren unbegleitete Minderjährige. Die hohe Zahl der illegalen Grenzübertritte frustriert US-Präsident Donald Trump. Er hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem seiner Leitthemen gemacht.

"Wir stoppen sie"

"Die Asyl-Situation muss geregelt werden", sagte Trump am Dienstag zu Journalisten. Es sei "lächerlich", dass so viele Migranten aus Zentralamerika in den USA einen Asylantrag stellen könnten. "Das sind Leute, die mit Vorstrafen in unser Land kommen. Es kommen Mörder. Es kommen Drogenbosse. Es kommen Gangs. Und wir stoppen sie."

Trump hat zuletzt einen personellen Umbau des für den Grenzschutz zuständigen Heimatschutzministeriums begonnen. Am Sonntag reichte Ministerin Kirstjen Nielsen - offenbar auf Druck des Präsidenten - ihren Rücktritt ein. Trump soll sich wiederholt unzufrieden über ihre Arbeit geäußert und der Ministerin mangelnde Härte vorgeworfen haben. Anschließend feuerte er den Direktor des Secret Service, Randolph D. Alles.

Juristischer Rückschlag

Einen juristischen Rückschlag für seine strikte Einwanderungspolitik musste Trump am Montag hinnehmen: Ein Bundesrichter aus Kalifornien kassierte eine Anordnung der Regierung, wonach Asylbewerber für die Dauer des Verfahrens nach Mexiko zurückgebracht werden.

Vor wenigen Tagen hatte Trump Mexiko mit der Schließung der Grenze und Zöllen gedroht, wenn sie die Migranten weiter durch ihr Land ziehen ließen. "Unser Land ist VOLL!", schrieb er auf Twitter.

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höh/AFP

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